[Rezension] Meridian 02: Flüsternde Seelen von Amber Kizer

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag:
PAN
Sprache:
Deutsch
Originaltitel:
Wildcat Fireflies
ISBN - 10:
3426283654
ISBN - 13:
978- 3426283653
Prei:
14,99€
Kaufen?:
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Kurzbeschreibung:
Es ist wunderschön, eine Seele zu retten - und gefährlich!
Das Mädchen Meridian schwebt in größter Gefahr: Als Fenestra ist es ihre Aufgabe, den Seelen der Verstorbenen in den Himmel zu weisen - doch sie hat dunkle Gegenspieler, die dies verhindern wollen. Auf der Flucht vor den Aternocti gelangt Meridian in eine friedlich wirkende Kleinstadt, in der sie die Gegenwart einer anderen Fenestra spürt. Kann sie diese finden bevor die Aternocti es tun?

Meine Meinung:
Im Gegensatz zu "Dunkle Umarmung" wird die Geschichte aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal von Meridian, das junge Mädchen, welches wir im ersten Teil ausgiebig kennen gelernt haben. Durch ihre Tante eine, wenn auch sehr kurze, Ausbildung zur Fenestra erhielt und Juliet. Juliet fungiert ebenfalls als sogenanntes "Fenster", um den Verstorbenen den Weg gen Himmel zu weisen. Der Vorteil dieser Perspektiven ist, dass man einen intensiven Eindruck der jeweiligen Gefühlsleben bekommt, gleichzeitig lernt man die Charakteren ein Stück weit besser kennen. Immerhin spielt Juliet neben Meridian eine tragende Rolle, da war es wichtig, sie so klar darzustellen. 
 
Als ich die Kapitel gelesen habe, kamen mir beide Protagonisten vor, wie die Sonnen- und die Schattenseite. Meridian war zwar nicht immer glücklich über ihre Lebenslage, hatte jedoch stets Tens, ihren Freund, an der Seite, welcher sie immer auffing, ihr half und gut zuredete. Anders war es bei Juliet. Die junge Frau wuchs in einer angeblichen REHA - Klinik auf, die allerdings darauf bedacht ist, jungen Kindern das Leben schwer zu machen und älteren Patienten schnell zum Ableben helfen. Juliet war immer traurig, hatte keine intensive Bindung zu niemanden. Sie hat mir unglaublich leid getan, weil sie eine Person war, die dieses Schicksal absolut nicht verdiente. 

Wenn man den ersten Teil der Meridian - Reihe gelesen hat (und das sollte man - später dazu mehr), weiß der Leser, dass es in "Flüsternde Herzen" um eine weitere Fenestra geht. Wie oben erwähnt, handelt es sich hierbei um Juliet. Doch so wie die Geschichte sich weiterentwickelt, so kommen auch mehr Charakteren ins Spiel. Da hätten wir zum einen Rumi - der keltisch abstammende Bär von Mann. So lieb, einfühlsam und bedingungslos hilfsbereit, dass ich ihn nur ins Herz schließen konnte. Neben Rumi, spielen auch Tony alias "Vater Tony" und Joi eine Rolle. Auch wenn sie nicht oft präsent sind, so tragen sie dazu bei, dass es Tens und Meridian an nichts fehlt, bestechen gleichzeitig durch ihre liebenswerten Charakterzüge. 

Die Geschichte rund um die "Meridian - Saga" breitet sich jedoch nicht nur aus, weil neue Charaktere hinzukommen, sondern man lernt auch die alten besser kennen. So versteht man nun teilweise das zurückhaltende und gleichzeitig sehr beschützende Verhalten von Tens. Natürlich ist er der Wächter von Meridian und hat stets ein Auge auf sie, doch auch die Menschen, die ihm ans Herz wachsen will er um jeden Preis schützen. 

Wenn ich gerade Personen anspreche, die im ersten Teil bereits auftreten, spreche ich generell den ersten Teil an. Denn es ist fast unmöglich, "Flüsternde Seelen" zu lesen, ohne vorher "Dunkle Umarmung" zu kennen. Wenn man kein riesiges Fragezeichen über den Kopf haben möchte, sollte man diesen Tipp -  "Dunkle Umarmung" zuerst zu lesen -  wirklich beherzigen. Oder andersherum, wer den ersten Teil, so wie ich, vor einem Jahr gelesen hat, sollte wenigstens kurz seine Leseeindrücke auffrischen. Denn Amber Kizer hält sich nicht damit auf, den ersten Teil nochmal kurz aufzufrischen, sondern beginnt ohne Umwege mit dem Kern zu "Flüsternde Seelen". Warum ich das schreibe? Nun, es gibt Bücher, die kann man unabhängig voneinander lesen, ohne das Gefühl zu haben, etwas verpasst zu haben oder die Geschichte des Vorgängerbuches wird in Kurzform nochmal erläutert, um in den Folgeteil einsteigen zu können und bei anderen hat man das Gefühl, man hat einiges verpasst, so dass man einfach nicht in diesen Teil einsteigen kann. So ging es mir z. B. bei der "Rose"-Reihe von Holly Webb. Die Bücher sind Teil einer Reihe, können aber ohne Probleme getrennt voneinander gelesen werden, ohne den Vorgänger zu kennen. Das habe ich nämlich gemacht, erst den zweiten Teil gelesen *dong* Zurück zum Thema...

Abschließend muss ich sagen, dass ich mir das Ende zwar ein wenig anders vorgestellt habe. Diesen Abschluss, den Kizer vorerst gestaltet hat, ist für jemanden, der Cliffhanger so gar nicht mag (So wie ich >.<) völlig entspannend. Gleichzeitig schürt sie die Spannung auf den Folgeteil. Kurz gesagt: Kizer weiß den Leser mit genug Infos zu füttern, lässt aber Raum für Spekulationen, all das, ohne es dem Leser unangenehm werden zu lassen.

Das Cover ist wie immer unglaublich schön gestaltet. Ein großes Lob möchte ich hier an die ZERO Werbeangentur aussprechen, ihr habt ein super Auge für eine romantische und fantastische Covergestaltung! 

Fazit:
"Flüsternde Seelen" steht seinem Vorgänger in nichts nach, im Gegenteil. Kizer toppt sich selbst, habe ich den Eindruck. Die Geschichte nimmt weiter Form an, wird intensiver und der Leser ist mittendrin! Selbst die Darstellung des Todes umrahmt die Autorin gefühlvoll und lässt das Ableben (von geliebten Menschen) als viel weniger schlimm aussehen. Die Covergestaltung, der Schreibstil und der Plot, machen "Meridian - Flüsternde Seelen" zu einem Lesegenuss, bei dem es sich gelohnt hat, über ein Jahr drauf zu warten! 

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