[Rezension] Ash von Malinda Lo

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag:
PAN
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3426283441
ISBN - 13:
978- 3426283448
Preis:
12,99€
Kaufen?:
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Kurzbeschreibung:
>>Bist du zu mir gekommen, um mir ein Märchen zu erzählen?<<, fragte er mit spöttisch verzogenem Mund. Ash ließ sich davon nicht abschrecken. >>Stimmt es?<<, hakte sie nach. >>Ist die Geschichte wahr?<<
Als Ashs Vater stirbt, beginnt ihre Stiefmutter, sie wie eine Sklavin zu behandeln. Wann immer Ash entkommen kann, schleciht sie sich in die Wälder - denn dort, so heißt es, suchen Feenmänner nach Frauen, die sie als ihre Geliebten entführen können. Und obwohl dies ihren Tod bedeuten würde, erscheint es Ash besser als das Leben, zu dem sie verdammt zu sein scheint. Doch dann ändert sich alles, als der Königssohn beginnt, Brautschau zu halten, und sein Hofstaat in Ashs Dorf kommt...

Meine Meinung:
Der Klappentext lässt daraus schließen, dass es sich um "Aschenputtel" handelt, nur als Remake. Das stimmt nur zum Teil. Anfänglich wird man in die Geschichte eingeführt, rund um Ash und ihr Umfeld. Man könnte meinen, dass man 1 zu 1 hier von "Aschenputtel" redet, allerdings spielen Feen, insbesondere eine männliche Fee, eine tragende Rolle, so dass "Ash" doch anders ist. Anders und speziell. Speziell musst nicht schlecht heißen, aber dennoch wurde ich nicht so ganz warm mit dem Buch.
 
Ich hatte Mühe in die Geschichte zu finden, was größtenteils auch an dem Schreibstil von Lo lag. Anfangs schweift sie sehr oft ab, wenn sie etwas erläutern möchte. Sie schweift so sehr ab, dass sie dann schon ein neues Thema anschneidet und ich wusste gar nicht mehr, worum es im ersten Moment ging. Das geschah ziemlich zu Beginn der Lektüre. Und gen Ende war es genau anders herum. Da sparte sich die Autorin, gewisse Erklärungen bzw. schmückte gewisse Situationen nicht genügend aus. So beschreibt sie zum Beispiel zwei Seiten lang, wieso der Glaube ihrer Mutter, einer Kräuterhexe und von vielen anderen Menschen, dem Glauben der Kirche weichen musste. Doch nicht eine Seite wurde beschrieben, durch welche Gesten oder durch welches Verhalten sich Ash langsam aber sicher in Kaisa verliebt. Es muss ja nichts romantisches oder kitschiges sein, aber kleine Ausführungen zu "unauffälligen Blicken", "das kurze Berührunen am Arm, welches eine kleine Gänsehaut verursacht" oder irgendetwas anderes. Das blieb jedoch leider aus. 

Generell würde ich sagen, dass die Idee zu "Ash" anders und gut ist, andererseits bin ich der Meinung, dass die Aschenputtel-Geschichte sich nicht so gut in die Feen-Sage einreiht, um daraus ein tolles geschichtliches Zusammenspiel hervorzurufen. Wenn ich diesen Punkt weiter ausarbeite, würde ich zu viel verraten, daher versuche ich so wenig wie möglich preiszugeben und hoffe, dass man meinen Leseeindruck versteht. Lo beschreibt "Ash" in Kurzform so: Lesbische Aschenputtel-Neuerzählung. Hätte sie sich also nur von den Elementen von diesem Märchen bedient, hätte es mir besser gefallen. Zumal die Ausarbeitung von Kasia und Ash, bzw. die Bindung die sie zueinander aufbauen, nicht so untergegangen wäre. Die Feen-Saga und die stets eingebauten Feenmärchen haben ein wenig den Lesefluss gestört. Normalerweise bin ich ein riesengroßer Feen-, und Engel-Fan. Aber hier hätte es mir besser gefallen, wenn man sich nur einer Geschichte bedient hätte und nicht zwei bzw. mehrere miteinander vermischt.

Das Buch hinterlässt zwar keinen bleibenden Eindruck, aber es war ganz nett für zwischendurch. Es gibt Bücher, die würde ich sofort meinen Freunden empfehlen und es gibt Bücher, da würde ich sagen, dass es nichts für sie ist. Doch auch, wenn ich nicht unbedingt von "Ash" überzeugt bin, ist die Lektüre etwas, wie ich folgendermaßen meinen Freunden empfehlen würde: "Mich hat es nicht vom Hocker gehauen, aber du musst es wirklich selbst lesen. Vielleicht gefällt dir das Zusammenspiel von Saga und Märchen. Es ist sehr schwer zu beschreiben!"

Fazit:
Mir fiel es sehr schwer, die Rezension zu verfassen. Ich will dich Geschichte nicht auseinander nehmen, denn dafür war sie zu gut. Andererseits kann ich zu 100% sagen, dass es nicht mein Fall ist. Gleichzeitig könnte ich nicht jedem von dem Buch abraten. Man muss sich einfach selbst ein Bild machen. Ohne zu viel zu verraten und doch seinen Leseeindruck verständlich zu machen, war auch eine kleine Herausforderung. Wie gesagt, es war nett für zwischendurch und kann es doch nicht direkt empfehlen ;) Zwickmühle. 

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