[Rezension] Avalon 01: Rosendorn von Jenna Black

Mittwoch, 16. Mai 2012


Buchinformationen:
Broschiert: 400 Seiten
Verlag:
PAN
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3426283506
ISBN - 13:
978-3426283509
Preis:
14,99€

Kaufen?:
   
http://www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/images/amazon_logo.gif   http://www.neumarktpassage.de/img/logos/thalia-logo.jpg



Kurzbeschreibung:
Eine geheimnisvolle Stadt
Auf der Suche nach ihrem Vater kommt Dana nach Avalon - dem einzigen Ort auf Erden, wo sich Feen- und Menschenwelt überschneiden.
Ein heimtückischer Verrat
Das Willkommen in Avalon ist jedoch alles anderes als herzlich: Dana wird gefangen genommen - von ihrer eigenen Tante.
Eine riskante Liebe
Ihr einziger Verbündeter ist der gefährlich gutaussehende Feenjunge Ethan. Doch kann Dana ihm wirklich vertrauen?

Meine Meinung:
Anfangs lernen wir Dana kennen, die mit ihrem Schicksal zu kämpfen hat. Das junge Mädchen hat nämlich eine alkoholkranke Mutter und einen Elfen als Vater. Ihre Eltern leben jedoch getrennt. Um Dana vor den politischen Machenschaften zu schützen, ziehen die zwei Frauen in unregelmäßigen Zeitabschnitten um. Das hat natürlich zur Folge, dass es immer schwieriger wird, die Alkoholkrankheit der Mutter irgendwie in den Griff zu bekommen und Dana kann kein normales Leben führen. Keine Freunde finden, keinen jungen kennen lernen. Zum Beginn, als man in die Geschehnisse eingeführt wird, hatte ich wirklich Mitleid mit Dana. Immerhin ist die Jugendliche die einzige Erwachsene im Haushalt, muss auf ihre Mutter aufpassen, gehört nirgends dazu und wächst ohne Vater auf. 
 
Doch im Laufe der Geschichte wurde mir Dana immer unsympathischer. Ihr wächst die Situation um die alkoholkranke Mutter über den Kopf und flüchtet zum Vater. Bei ihrem Empfang wird nicht der rote Teppich ausgelegt, so dass sich Dana in Gefangschaft wiederfindet. Durch eine Rettungsaktion stößt sie auf den jungen Elfenjungen Ethan und anfangs knopsen zarte Gefühle. Immerhin hat der Klappentext eine "riskante Liebe" versprochen, auf die ich mich gefreut habe. Leider blieb sie aus. Es wurde auch keine Liebe, nicht mal Verliebtheit. Dana hat durch ihr undankbares Zickengehabe einiges kaputt gemacht. Nicht nur die zarte Beziehung zu Ethan, sondern irgendwie... alles. 

Natürlich ist Dana die Protagonistin, daher spielt sie DIE Rolle im Buch und ich habe ehrlich versucht, mich mit ihr auseinander zu setzen. Aber ihre Art und Weise ging mir zu sehr auf die Nerven. Mitten in der Pubertät stecken ist ja in Ordnung, in der Situation war jeder mal von uns. Doch allen undankbar gegenüber zu sein, besonders denen, die sie gerettet haben, finde ich nicht in Ordnung. Kurzum, charakterlich war Dana für mich ein Graus. Nun denkt ihr: "Warum hast du das Buch dann nicht abgebrochen?"
Nun, ich habe es nicht abgebrochen, weil ich der Geschichte an sich noch eine Chance geben wollte. Immerhin klingt die Idee recht interessant. Des Weiteren hoffte ich bis zuletzt auf die Liebe, die der Klappentext verspricht. Leider wurde aus letzerem nicht viel und die Geschichte war auch in Ordnung. Ja, das kann ich abschließend behaupten. Das Problem ist einfach, dass einiges an Lesegenuss verloren ging, nur weil mir Dana unglaublich unsympathisch war. Es war fast so, als würde ich mich die halbe Zeit über die junge Frau aufregen und kriege dadurch nur die Hälfte der Geschichte mit. Vergleichbar mit einer lauten Person im Kino, die durch ihre Geräusche alle Kinobesucher nervt und der Film ist nur halbwegs zu verstehen. 

Ich denke, ich habe euch meinen Standpunkt klargemacht: Ich mag die Protagonistin nicht. Natürlich eher nachteilig, wenn man bedenkt, wie viel Lesevergnügen dabei draufgeht. Bin ich also mal etwas unparteiisch und beurteile nur die Geschichte, ohne Dana, ihre Macken und so weiter. Dann kann ich behaupten, dass Jenna Black einen guten Job gemacht hat. Einige von euch wissen, dass ich ein eingefleischter Feen-Fan bin und war daher wirklich gespannt, wie die Autorin meine heißgeliebten Feen in die Geschichte einbringt. Ich war auf ein spannungsgeladenes Buch eingestellt. Die Spannungskurve anzuziehen und im richtigen Moment wieder Ruhe einkehren zu lassen - Jenna Black hat ein Näschen dafür. Nebencharaktere genug Farbe zu verpassen, so dass sie dem Leser in (positiver) Erinnerung bleiben - auch wenn sie nur eine kleine Rolle spielen - schaffte sie ebenfalls. Allerdings hatte sie dieses Mal nicht die richtigen Farbnuancen für Dana ausgewählt.

Fazit:
Wie man merkt, diese Rezension will mir nicht wirklich gelingen. Ich war und bin von Rosendorn nicht 100%ig überzeugt. Das liegt weniger an der Story, sondern mehr an Dana, der Protagonistin. Es fällt mir nicht ganz leicht, eine gute Rezension für ein weniger gutes Buch zu schreiben, wie ich sicherlich bemerkt habt. Jedenfalls: Das Buch ist in meinen Augen wirklich nur etwas für Jugendliche, die sich eventuell mit Dana identifizieren können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jedes Kommentar! :)

 
Design by Mira Dilemma.