[Rezension] Das Amulett der Zauberin von Patricia Coughlin

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen:
Broschiert: 448 Seiten
Verlag:
Knaur TB
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3426509180
ISBN - 13:
978-3426509180
Preis:
9,99€
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Kurzbeschreibung:
Sie wollte ihre Wange an seine Brust pressen und hören, wie schnell und heftig sein Herz schlug. Für sie.
Seit Eve Lockhart in ihrer Jugend ein Liebeszauber missglückt ist, hat sie der Magie abgeschworen - und der Liebe gleich mit. Doch als sie auf einer Auktion einen seltenen Anhänger erblickt, spürt sie ihre magischen Kräfte erwachen. Eve will das Schmuckstück um jeden Preis besitzen, genauso wie der geheimnisvolle Gabriel Hazard, der sie gegen ihren Willen mit seinen durchdringenden Blicken betört. Beide ahnen nicht, dass der Anhänger dunklen Mächten Tür und Tor öffnen kann und sie bereits in höchster Gefahr schweben...

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der sehr witzig geschrieben wurde. Das brachte mich dazu, Eve, die Protagonistin sofort zu mögen, weil sie einfach - auch als talentierte Zauberin - ihre Alltagsproblemchen hat und die Autorin dies unglaublich witzig rüber gebracht hat. Des Weiteren ist der Prolog so geschrieben, als würde uns, dem Leser, Eve ihre eigene Vergangenheit erzählen. Als würde uns eine alte Freundin an die Seite nehmen, um uns eine interessante Geschichte zu erzählen. 
 
In der Hoffnung, dass die Geschichte so witzig weiter geschrieben wird, verschlang ich ein Kapitel nach dem anderen. Zwar wurde aus der "Freundinnen-Perspektive" eine "Ich-Form", doch das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch, im Gegenteil - es wurde noch besser. Denn so erhaschte ich nicht nur einen Eindruck in das (Gefühls-) Leben von Eve, sondern auch von Hazard, dem geheimnisvollen Mann, der es ebenfalls auf das Amulett abgesehen hat. 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich am Anfang etwas ängstlich war, dass die Geschichte langatmig werden könnte. Denn genau das, was ich bei "Ash" kritisierte, ist hier ebenfalls eingetreten. Allerdings zeigte es sich im Laufe der Geschichte eher hilfreich als nervtötend. Was ich meine ist die seitenlange Ausführung von irgendwelchen Gedankengängen, die eher verwirren als aufklären. Bei Ash war es ein kurzer Gedanke, eine Erinnerung an ihre Mutter, den sie so weit gedacht bzw. die Autorin ausgeschrieben hat, dass ich am Ende dachte: "Was war eigentlich nochmal der Grundgedanke?" Hier ist es ähnlich, aber anders. Eve hat ebenso lange und intensiv ausgedachte Gedankengänge, aber sie schweift nicht ab. Es ist zum Teil sogar so, dass man seine Freude hat, dem Gedanken mit zu folgen, so lernt man Eve intensiver kennen und versteht auch vieles mehr. Warum sie sich weigert, ihr Schicksal anzunehmen, welche Gefühle sie genau für Hazard entwickelt und vieles mehr. Kurzum: Wenn Eve einen Gedanken weiter ausführt, ist es informativ und unterhaltend. Ein positiver Kritikpunkt, der mir im Kopf hängen geblieben ist, wenn ich im Nachhinein einen Vergleich zu "Ash" von Malinda Lo ziehe. 

Neben all den positiven Leseeindrücken kam mir im Grunde genommen auch nur ein negativer Kritikpunkt beim Lesen entgegen. So empfand ich den "Abschlusskampf von Eve und Pavane - ein böser Hexer, der sich Eve's Macht und die Kraft des Amulett zu Eigen machen wollte -, der wahrscheinlich episch sein sollte, so gar nicht episch. Ich habe schnell den Faden verloren und nachdem ich die Passage ein weiteres Mal gelesen habe, war ich noch immer der Meinung, dass der Kampf etwas verwirrend geschrieben ist. Es passiert zu viel auf einmal. Man muss den Kampf verfolgen, Emotionen wurden irgendwie untergebracht, dann verwickelt die Autorin Familienangehöre mit den in den Kampf und das alles auf zwei Seiten gequetscht - das gefiel mir eher weniger. Das ich mich auf den Abschlusskampf natürlich gefreut habe, fiel das noch mehr ins Rezenions-Gewicht, da mir dieser eben nicht zugesagt hat. Leider. 

Dennoch ist die Geschichte "Das Amulett der Zauberin" von Patricia Coughlin ein Buch, welches mich begeistert hat. Dass der Kampf nicht so unbedingt war, wie ich erhoffte, liegt natürlich im Auge des Betrachters. Vielleicht gefällt er anderen wiederum gut. Das muss jeder für sich herausfinden. Jedenfalls hat die Autorin einiges mit eingebracht, was "Das Amulett der Zauberin" für mich zu einem guten Buch werden lässt. Ein Hauch Mythos (die Familiengeschichte von den Lockharts - Zauberinnen mit göttlicher Kraft gesegnet), eine unglaublich sympathische Protagonistin, Nebencharaktere, die durch kurze Auftritte dennoch ins Herz geschlossen wurden und großes Liebes-Kino. Das kam besonders in dem abschließenden Epilog zum Vorschein. Was genau zum Schluss noch geschieht, verrate ich natürlich nicht ; )

Fazit:
HURRA! Endlich wieder ein Buch, welches kein Mehrteiler sein muss, um mich zu überzeugen! Coughlin hat alles, was in eine unterhaltende Geschichte gehört, hineingepackt, ohne dem Leser zu viel oder zu wenig geboten zu haben.

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