[Rezension] Die Geisha von Arthur Golden

Dienstag, 15. Mai 2012

Buchinformationen: 
Taschenbuch: 572 Seiten
Verlag: btb
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 344273522X
ISBN - 13: 978-3442735228
Preis: 10,00€

Kurzbeschreibung: 
Die berührende Geschichte einer jungen Geisha.
Zu Beginn der 30er Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.

Meine Meinung: 
 Im Buch erfährt man die persönliche Geschichte der jungen Geisha Sayuri. Doch Sayuri war nicht immer die erfolgreiche Geisha...
Anfang der 30er Jahre verstirbt Chiyo's Mutter und der Vater entschließt sich, die zwei Mädchen zu verkaufen. Chiyo und ihre Schwester werden nach Kyoto gebracht - beide sollen eine Ausbildung zur Geisha genießen. Doch nur Chiyo wird als angemessen empfunden. Ihre ältere Schwester wird in ein japanisches Freudenhaus verschleppt. Als der erste Schock von der Protagonistin überstanden ist, erfährt sie, was die Betreiberin der Okiya, auch Mutter genannt, mit ihr vor hat (bezeichnet das Wohnhaus einer Gemeinschaft von Geishas). Chiyo soll die Ausbildung zur Geisha genießen und ihre Okiya dadruch finanziell unterstützen. Doch die kleine hat andere Pläne. Sie kann und will sich nicht beugen und versucht zu flüchten. Die Flucht misslingt und somit landet sie wieder bei Mutter. Diese ist nicht über die Flucht erfreut und degradiert Chiyo zur einfachen Dienerin. Immerhin will sie nicht weiter Geld in Chiyo's Ausbildung investieren, wenn sie Angst haben muss, dass sie immer wieder fliehen würde. Bei einem der Botengänge, die Chiyo für Mutter absoliveren soll, trifft sie auf den "Direktor". Noch nie wurde sie so liebevoll von einem Menschen getröstet, wie von ihm. Sie hat ihn so sehr ins Herz geschlossen, dass sie im Laufe der Jahre romantische Gefühle für ihn entwickelt. Nach 4 Jahren als Dienerin erhält Chiyo ihre zweite Chance. Die sehr erfolgreiche Geisha, Mameha, wird auf das junge Mädchen aufmerksam und will sie ausbilden. Mameha wird nicht nur auf die eisblauen Augen des jungen Mädchen aufmerksam, sondern entdeckt auch ungeahnte Talente in ihr. Die harte Ausbildung zur Geisha nimmt Chiyo nur auf sich, um hoffentlich bald "ihrem Direktor" wieder zu begegnen. Aus der kleinen Chiyo wird Sayuri, eine gefeierte und begehrte Geisha. Viele Männer werden auf sie aufmerksam und wollen ihr Danner (alleiniger Verehrer. Nur dieser jemand darf die Gesellschaft der jungen Geisha genießen) werden. Doch der zweite Weltkrieg unterbricht die vielversprechende Karriere. In der Zeit wurde Sayuri sich bewusst, dass sie niemals die Chance hat, ihr eigenes Leben zu führen, wenn sie eine Geisha bleibt... Zu viel werde ich euch nicht verraten...Also geht es weiter zu meinem Fazit:

Fazit: 
Das Buch hat viele Facetten. Es ist brutal. Der Umgang unter Geishas ist gefährlich und sie schrecken nicht zurück, ihrer befeindeten Geisha zu schaden. Es war traurig. Die Trennung von Eltern und Kinder geschah nicht wirklich freiwillig bzw. es war im Grunde genommen nur gut gemeint. Doch das erfährt man erst im Laufe des Buches. Chiyos Vater ist im Bilde, dass seine Frau vom Krebs zerfressen ist und nicht mehr lange Leben wird. Damit seine zwei Töchter nicht den Tod ihrer Mutter erleben müssen, schickt er sie weg. Herr Tanaka ermutigt Chiyos Vater und erklärt Chiyos Vater, seine Kinder würden in Kyoto das Privileg einer Geisha - Ausbildung genießen. So meint er seine Kinder in guter Zukunft zu wissen und verkauft sie daher. Doch am meisten ist das Buch hoffnungsvoll! Denn man sagt Chiyo viel Wasser nach. Das bedeutet sie ist diesem Element sehr verbunden, größtenteils durch ihre graublauen Augen, welche für eine Japanerin sehr ungewöhnlich ist. Wasser hat die Eigenschaft, die Hoffnung nie zu verlieren, es fließt sich stets den eigenen Weg und reißt andere mit. Und so argwöhnisch wie ich diese Beobachtung zu Anfang gegenüber stand, so sehr verstand ich es zum Schluss. Chiyo hat gewiss kein einfaches Leben gelebt, doch sie hat sich niemals entmutigen lassen. Chiyo lernt, wie man sich zu beugen und zu verhalten hat, um als Geisha erfolgreich zu sein. Doch sie lernt auch, wie sie heimlich ihre Liebe zu "ihrem Direktor" aufrecht erhalten kann. Mich hat das Buch sehr berührt und einen tiefen, persönlichen Einblick in das Leben einer Geisha gewährt.

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