[Rezension] Elfenliebe von Aprilynne Pike

Mittwoch, 16. Mai 2012


Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag:
cbj
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3570138852
ISBN - 13:
978-3570138854
Preis: 16,99€
Kaufen?:
   
http://www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/images/amazon_logo.gif   http://www.neumarktpassage.de/img/logos/thalia-logo.jpg



Kurzbeschreibung:
Ein Mädchen zwischen Schulalltag und Elfenwelt, irdischer Liebe und übernatürlicher Romanze
Als Laurel den Sommer in Avalon verbringt, wo sie die Lebensweise der Elfen kennenlernen soll, rückt die Menschenwelt für sie in weite Ferne. Dabei konnte Laurel sich die Zeit ohne ihren Freund David erst gar nicht vorstellen. Aber jetzt, in der Elfenwelt, ist alles neu, alles so wundersam – und da ist der attraktive, geheimnisvolle Frühlingself Tamani, der ihr zur Seite steht und der sie liebt, wie noch nie ein Mensch sie geliebt hat ... nach ihrer Rückkehr merkt Laurel, wie sehr ihr der Alltag in der Menschenwelt und vor allem David gefehlt haben. Sie spürt: Schon bald wird sie eine schwere Entscheidung treffen müssen ...

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Buchreihe hat mich ebenso wie der Vorgänger begeistert, auch wenn dieser Teil etwas geschwächelt hat. 
 
Die Dreiecksbeziehung zwischen David, Laurel und Tamani wird etwas mehr ausgebaut und ich würde behaupten, so viel Aufmerksamkeit David im ersten Buchteil erlangt hat, so rückt Tamani nun ins Rampenlicht. Das war in dem Sinne toll, da man nun als Leser sich ein klein wenig besser in Laurel versetzen konnte. Denn nun kennen wir auch von beiden Jungs die Vor- und Nachteile. So wie David seine geliebte Laurel in die Vorzüge der Menschenwelt entführte - mit unglaublich interessanter Bilogie-Nachhilfe - und das Zeigen, wie schön es ist, Freunde zu haben, so macht Tamani alles in seiner Macht stehende, um Laurel von Avalon zu überzeugen. 

Die Dialoge zwischen den beiden Protagonisten fand ich immer besonders schön, denn man wusste nie wie das Gespräch endet. Aufgrund Laurels verworrenen Gefühlen zu Tamani, war sie für mich wie eine kleine tickende Zeitbombe. Ließ sie Tamani genug unter die Haut gehen, so kamen wunderschöne und romantische Dialoge zur Schau, entschied das junge Mädchen sich dazu, den jungen Elfen in die Schranken zu weisen, weil er zu weit ging, dann kam die Zicke zum Vorschein. Oder Tamani strotzte wieder vor Selbstbewusstsein und Laurel musste ihn auf den Boden zurückholen, mitunter sehr witzigen Wortgefechten. Das lockerte die allegmeine Situation ungemein auf und es war eine hübsche Abwechslung, zu Laurels stressigen Alltag, den der Leser natürlich miterleben durfte. Und da komme ich auch zum ersten negativen Kritikpunkt:

Laurels Alltag ist mit Orkbekämpfung, Schule, Gefühlen für zwei junge Männer gleichermaßen, Lernen für Avalon und die angespannte Situation mit ihrer Mutter bestückt, dann kommt auch noch die geheimnisvolle Klea ins Spiel, die Laurel zwar einige Male den Hals rettet, aber vertrauenswürdig ist sie dennoch nicht. Was ich sagen möchte ist einfach, dass es etwas zu viel des Guten war. Die Autorin will dem Leser natürlich klarmachen, dass Laurel ein ganz normales Mädchen ist (zumindest zu Beginn), indem sie zur Schule geht, sich verliebt etc. Andere Autoren lassen die normalen Alltagsprobleme etwas verblassen, wenn der Protagonist herausfindet, dass er/sie entweder eine Elfe, ein Vampir oder ein bunt gepunktetets Hühnchen ist, was die Welt retten muss. Aber Aprilynne Pike hat alle Probleme fast schon in der Waage halten wollen. Schule - Orkbekämpfung. David - Tamani. Klea - angespannte Situation mit ihrer Mutter. Avalon - Menschenwelt. Und vieles mehr. Mir war das einfach zu viel. Natürlich will Laurel um ihr menschliches Leben kämpfen, aber ich möchte als Leser nicht jede Einzelheit darüber erfahren. 

Vielleicht klang das gerade etwas überzogen, dieses "zu viel" tat dem Lesespaß nur einen minimalen Abbruch und seid euch bitte bewusst, dass es mein persönlicher Eindruck ist. Kann gut möglich sein, dass andere regelrecht danach lechzen von Laurels privaten wie auch schicksalshaften Alltag erfahren wollen. 

Der Schreibstil ist gewohnt toll! Pike hat die besonders Laurels Gefühle authentisch dargestellt. Die innerliche Zerrissenheit, wenn eine junge Frau in zwei Männer verliebt ist. Und trotz, dass die Elfe einiges um die Ohren hat, wird sie stark und mutig dargestellt. Wie ich finde, hat Laurel schon eine kleine Vorbild-Funktion haben sollen und das hat die Autorin toll eingebaut. Es kommen ein paar neue Charaktere ins Spiel, die ebenso authentisch dargestellt werden, wie altbekannte Protagonisten weiter ausgebaut werden. 

Fazit:
Mit minimalen Schwächen ist der zweite Teil "Elfenliebe" von Aprilynne Pike jedoch genauso empfehlenswert wie der Vorgänger. Gerade wenn das erste Buch erfolgreich war, ist es schwer an den Erfolg anzuknöpfen. Und da der negative Kritikpunkt mein persönliches Empfinden widerspiegelt und ihr ihn außer Acht lassen könnt, da ihr eure eigene Meinung bilden müsst, finde ich, dass die Autorin absolut klasse an den Erfolg von "Elfenkuss" angeknüpft hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jedes Kommentar! :)

 
Design by Mira Dilemma.