[Rezension] Elixir von Hilary Duff

Mittwoch, 16. Mai 2012


Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe:
320 Seiten
Verlag:
cbt
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3570161412
ISBN - 13:
978-3570161418
Preis:
14,99€
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Kurzbeschreibung:
Clea Raymond ist es gewohnt im Rampenlicht zu stehen. Als Tochter einer bekannten Politikerin und eines weltberühmten Chirurgen ist sie mittlerweile selbst eine renommierte Fotografin, die in die fernsten Winkel dieser Erde reist. Aber nach dem mysteriösen Verschwinden ihres Vaters erscheint auf Cleas Fotos immer wieder der unscharfe Schemen eines Mannes. Geheimnisvoll und ungeheuer attraktiv – ein Mann, den sie noch nie zuvor gesehen hat ...

Meine Meinung:
Zu Beginn lernen wir Clea kennen, die Tochter einer bekannten Politikerin. Wie bereits im Klappentext angesprochen wird, ist das junge Mädchen durch den Bekanntheitsgrad ihrer Mutter, daran gewöhnt im Rampenlicht zu stehen. Hier also direkt auch mein erster negativer Kritikpunkt. Im Klappentext klingt es fast so, als sei Clea aufgrund der Karriere ihrer Mutter ein kleines It-Girl. Keinen (Fehl-)Tritt kann sie im Laufe des Buches machen, ohne dass die Presse Wind davon bekommt. Diese Darstellung finde ich etwas überzogen und kann ich nicht nachvollziehen. Was ich meine ist, Paris Hilton: Eine millionenschwere Hotelerbin - ist bekannt wie ein bunter Hund. Nicht nur, weil sie eine Hotelerbin ist, sondern weil die junge Frau im Rampenlicht stehen will und durch ihre öffentlichen Busen- und Höschenblitzer natürlich Publicity erhält, sei es positiv oder negativ. Doch Clea, die Tochter eine Politikerin ein It-Girl bzw. ein Hauptaugenmerk der Journalisten, besonders wenn Clea nichts außergewöhnliches macht? Kann ich nicht nachvollziehen. Ich meine, Bill Clinton hat auch eine Tochter. Stand Chelsea jemals im Rampenlicht (abgesehen von öffentlichen Auftritten ihres Vaters, den sie dann mal begleitete)
 
Auf der anderen Seite hat man den Charakter von Clea durch diese Darstellung umso besser nachempfinden können. Das junge Mädchen möchte unabhängig sein und wie soll das gehen, wenn man immer in Zeitungen auftaucht? Wie kann man etwas eigenes auf die Beine stellen, wenn man immer in Verbindung mit der Mutter gebracht hat und dann gleichzeitig die Messlatte natürlich sehr hoch ist, da die Mutter eine sehr erfolgreiche Politikerin ist?! Man erfindet einen neuen Namen, eine Art "Künstlernamen" und macht dann doch eben ein wenig Karriere, denn das Talent zählt und nicht der Familienname. Dadurch wird mir die junge Frau noch ein Stück weit symapthischer. Sie bäumt sich nicht auf oder hasst ihre Mutter, weil sie ohne ihren Namen nichts sei, sondern versucht über Biegen und Brechen ihren eigenen Weg zu gehen. 

Im Allgemeinen werden die Charakteren sehr authentisch dargestellt. Ben, der intelligente Aufpasser für Clea. Heimlich hegt er Gefühle für das junge Mädchen, weiß nicht so recht, wie man den ersten Schritt macht und doch ist sein Auftreten selbstbewusst. Außerdem sorgt er für einige Schmunzler im Laufe der Geschichte, was ihn als Person nochmal so liebenswürdig macht. Und dann gibt es da noch den unheimlichen Schatten auf allen Fotos, die Clea macht. Ist es ein Mann, ein Schatten oder nur eine Einbildung? Was oder wer es ist, verrate ich an dieser Stelle nicht. Allerdings verbindet das Schicksal Clea mit diesem geheimnisvollen Schatten, genauso aber auch mit dem lieben Ben. Nur kurz angedeutet: Im Buch wird ein neues Level der Seelenverwandtschaft angeschnitten, was mir sehr, sehr gut gefallen hat!

Zum Abschluss möchte ich den Schreibstil ansprechen. Denn dieser ist ungeheuer packend und gut durchdacht. Dadurch, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive beschrieben wird, also aus Cleas Sicht - hat der Leser Anteil an jeden Gedankengang. Das hat den Vorteil, dass man einiges mehr versteht und weitere Hintergrundinformationen erhält. Denn ein weiterer Knackpunkt der Geschichte ist das Verschwinden von Cleas Vater. Das ganze ist ein heikles Thema, was die die Politikermama nicht gerne zur Debatte bringt und Clea sich sozusagen selbst - gedanklich - damit auseinander setzt. Hinzu kommt, dass sich ein Charakterzug von dem jungen Mädchen im Schreibstil widerspiegelt. Clea hat nur ein Auge für wichtige Details, alles andere wird ausgeblendet, das hat zur Folge, dass die Geschichte recht rasant ist und gut vorankommt. 

Fazit:
Ein überraschend gut gelungenes Debüt von Hilary Duff. Ich bin ehrlich: Ich mag ihre Musik und Filme nicht, da entwickelt man eine grundgegebene Antipathie, da kann ich mich einfach nicht von freisprechen. Nicht an ihrer Person, sondern irgendwie an dem Image - schwer auszudrücken, was ich meine. Jedenfalls habe ich nicht allzu viel erwartet und wurde immens positiv überrascht. Zwar bin ich noch immer kein Fan von Hilary Duffs Musik etc., aber ich werde wenigstens bis zur Fortsetzung von Elixir, nicht an ihrem Schreibtalent zweifeln *lach* Wer also Lust und Laune auf einen modernen Roman hat, der spannend und ziemlich viele Überraschungen birgt, sollte sich "Elixir" definitiv zulegen!

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