[Rezension] Göttlich verloren von Josephine Angelini

Sonntag, 20. Mai 2012


Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Dressler
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 379152626X
ISBN - 13: 978-3791526263
Originaltitel: Dreamless
Preis: 19,95€
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Kurzbeschreibung:
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf! Nach Band eins »Göttlich verdammt« wurde der zweite Band der grandiosen "Göttlich"-Trilogie schon sehnlichst erwartet.  

Meine Meinung:
Gekonnt mischt Josephine Angelini auf ein Neues moderne Literatur mit Mythologie. Wie jede Fortsetzung geht auch hier der zweite Teil der Göttlich.Trilogie mehr in die Materie. Die Geschichte bekommt mehr Tiefgang, der Leser erhält neue Sichtweisen und es kommen neue Charaktere dazu, sowie sich die altbekannten Protagonisten weiter entwickeln. 

Neben dem Alltag einer Halbgöttin, stellt sich Helen der Aufgabe als Deszender. Deszender können in die Unterwelt gelangen und genau dort muss die Frau hin, um ihre Familie von der Blutschuld* zu befreien. Dadurch motiviert geht sie die Sache an, denn ihr liegt viel daran, Hector und seine Familie zusammen zu führen, denn die Blutschuld hindert ihn daran. Unter diesem Druck und den Strapazen der Unterwelt, droht Helen zu zerbrechen, wäre da nicht Orion. 

Was meine ich also mit dem obigen Abschnitt? Helen entwickelt sich weiter, lernt neue Fähigkeiten kennen und erkennt auch die ein oder andere Schattenseite des Halbgöttinnen-Daseins. Ich finde, Josephine Angelini hat Helen dieses Mal ein bisschen glaubhafter dargestellt als in "Göttlich verdammt". Denn trotz Sußerkräften und die damit verbundenen Aufgaben, ist die junge Frau verletzlich, von Selbstzweifel zerfressen und hat Liebeskummer. Eben keine perfekte Halbgöttin, sondern ein emotionaler Mensch. 

Und wie bereits erwähnt, kommen neue Charaktere dazu. Mitunter in Form von Orion. Um nicht allzu viel zu verraten, schneide ich Orion in der Rezension nur kurz an. Er ist - wie kann es anders sein - ein Halbgott aus dem Haus Rom/Athen. Neben seinen Fähigkeiten, Erdbeben zu verursachen und durch das Berühren der Herzen anderer sie zu kontrollieren, kann er auch in die Unterwelt hinabsteigen. Dadurch ist er Helen eine große Hilfe. Leider muss ich gestehen, dass ich mit Orion gar nicht warm wurde. Wegen seiner Vergangenheit ist er seit kindesbeinen auf der Flucht, was bedeutet: er war immer alleine. Dadurch sollte er verletzlicher wirken. Aber irgendwie war er in meinen Augen unberechenbar. Mal war er melcholisch, dann war er etwas glücklich, dann geheimnisvoll, wieder verletzlich und als Extreme dazu war er zu sehr selbstbewusst, teilweise einfach zu sehr von sich überzeugt. 

Viel mehr hat mir daher das Einbringen anderer Charakteren gefallen. Neben all' den Halbgöttern, kamen nun richtige Götter ins Spiel. Wer genauso an griechischer Mythologie interessiert ist wie ich, wird hier besonders seinen Spaß haben. Denn Josephine Angelini hat altbekannte Gottheiten fast schon spielend und extrem interessant in die Geschichte eingebracht. So lernen wir beispielsweise Hades, den Gott der Unterwelt, kennen. Zwar ist er kein netter Artgenosse, doch hat er ernst gemeinte Gefühle für Persephone (auch wenn er eine kuriose Art hat, sie zu zeigen: Er hat Persephone entführt) und hilft Helen sogar ein klein wenig. Auch Morpheus, Gott des Traumes, kommt ins Spiel. Fast hätte ich mich bei seiner Vorstellung ein klein wenig verloren. Hach, könnte ich doch auch nur einmal in einem Bett aus Elfenbein schlafen ; ) 

Um die Geschichte auf den vorläufigen Höhepunkt zu bringen, zeiht die Autorin gehörig die Spannungskurve an und liefert dem Leser einen klasse inszeniert Abschlusskampf. Was mir gut gefallen hat, ist, dass Angelini beim Ende Raum für Spekulationen lässt, denn gen Abschluss wird Helen vor guten und weniger guten Tatsachen gestellt, die den Fortlauf der Geschichte sicherlich beeinflussen werden. 

Fazit: 
Zwar schwächelt "Göttlich verloren" ein ganz klein wenig (Darstellung von Orion) in meinen Augen, aber dennoch ist das Buch eine gelungene Fortsetzung, die mich begeistert und gefesselt hat. Ich bin sehr gespannt, was uns Josephine Angelini im Jahr 2013 mit "Göttlich verliebt" auftischen wird.

*Blutschuld: Halbgott tötet Halbgott. Die Furien fordern die Blutschuld, indem sie angehörige Halbgötter bei Aufeinandertreffen des Mörders kontrollieren und in rasende Wut versetzen, damit sie selbst töten. Das ganze ist natürlich in allen Häusern ein Teufelskreis, den nur Helen zerstören kann. 

1 Kommentar:

  1. Huhu

    Bin gerade über deinen Blog gestolpert :)
    Echt toller Blog, gefällt mir und ich bin gleich mal als Leserin geblieben ;)

    Viel Spaß noch beim Lesen und Bloggen

    Viele Liebe Grüße
    Nicky (the-infinite-bookshelf.blogspot.de)

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