[Rezension] Im Haus des Zauberers von Mary Hooper

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag:
Berlin Verlag
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3827053188
ISBN - 13:
978- 3827053183
Originaltitel:
At the House of the Magician
Preis:
10,00€
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Kurzbeschreibung:
England gegen Ende des 17. Jahrhunderts.
Die junge Lucy träumt davon, ihr Heimatdorf zu verlassen und eine Anstellung als Dienstmädchen zu finden. Am liebsten in einem reichen Haus, das so nah wie möglich bei der von ihr angebeteten Königin Elizabeth ist. Per Zufall gerät sie in das Haus des Dr. Dee, seines Zeichens Zauberer der Königin. Fasziniert beobachtet Lucy die geheimnisvollen Experimente und Zeremonien, die Dr. Dee mit seinem Kollegen Mr. Kelly durchführt. Bis sie einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur kommt, das die Königin in höchste Gefahr bringt...

Meine Meinung:
Nachdem mich "Totenmädchen" von Hooper absolut begeistert hat, war ich gespannt, ob die Autorin es auf ein Neues schafft, mich mit einer ihrer Lektüre zu überzeugen. Und eines kann ich behaupten - Ja, das hat sie. Die Gründe dafür, möchte ich euch nun nennen. 
 
Hooper hat die Begabung, ihren Wörtern Leben einzuhauchen. Mir, als Leserin, fiel es sofort ganz leicht, Bilder im Kopf zu formen -  zu Charakteren, Gegenden und Begenungen mit weiteren Charakteren. So bleibt keine Person farblos. Jeder bekommt genügend Aufmerksamkeit, um diese Person auszuschmücken und dem Leser die Möglichkeit zu bieten, sich ein Bild des jeweiligen Menschen zu machen. Besonders toll finde ich auch, wie die Autorin die Mundart eingebracht hat. Die vornehme Art zu reden, das altertümliche Schimpfen und und und.

Wenn ich also auch "Totenmädchen" und "Im Haus des Zauberers" von Mary Hooper vergleichen müsste, so würde ich auf Anhieb keine Vergleiche ziehen können bzw. es würde mir sehr schwer fallen. Der Schreibstil ist so unterschiedlich, dass mich die Autorin überzeugt hat, sehr wandelbare Bücher schreiben zu können. Denn, wenn sie sich der Mundart der jeweiligen Jahrhunderte bemächtigt, gepaart mit ihrem Schreibstil, so hat sie in all' ihren Büchern die Charaktere und Gegenden stets auf eine neue Art und Weise beschreiben können. Die Autorin entwickelt sich und ihre Art zu Schreiben also weiter und bleibt ihren Niveau treu. Man kann also nicht enttäuscht werden. 

Ein weiterer positiver Aspekt der Lektüre ist, dass sich Hooper ein kleines Rezept mit "Im Haus des Magiers" zusammengestellt hat. Denn Königin Elizabeth die erste regierte tatsächlich. So gab es auch einen Dr. Dee, der wirklich Liguist und Mathematiker war, weshalb er von der Königin öfter ausgesucht wurde, um ihr Horoskop zu erforschen. Diese "wahren Menschen" gemischt mit der gesunden Fantasie der Autorin, ergibt in meinen Augen eine sehr schön abgerundete Geschichte. 

Mit Lucy erschuf die Autorin eine unglaublich sympathische Protagonstist. Die junge Frau ist "die gute Seele" der Lektüre und begeisterte mich von der ersten bis hin zur letzten Seite. Ihr Mut faszinierte mich, ihre Ergebenheit (der Königin gegenüber) überzeugte mich und ihre gesunde Portion Neugierde brachte mich einige Mal zum Lachen. Wenn ihr also auf der Suche nach einem tollen, fantastischen Buch seid, welches durch solch einer starken Authentizität besticht, dann ist "Im Haus des Zauberers" von Mary Hooper genau das richtige für euch.

Fazit:
Eigentlich war ich bis vor kurzem kein großer Fan von historischen Romanen. Doch seit Mary Hooper und Julie Klassen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, besonders den jungen Lesern die historischen Romane näher zu bringen, in dem diese mit einer gehörigen Portion Romantik, Phantastik und einer solch starken Sprachnuance versehen sind, dass ich nicht nur Fan von beiden Autorinnen bin, sondern nun auch gerne mal ein paar Jahrhunderte vor unserer Zeit schwelge. 

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