[Rezension] Sternenfeuer: Gefährliche Lügen von Amy Kathleen Ryan

Mittwoch, 16. Mai 2012


Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag:
PAN
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3426283611
ISBN - 13:
978-3426283615
Preis: 16,95€
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Kurzbeschreibung:
>> Muss ich erst deinen Freund erschießen - oder kommst du freiwillig mit? <<
Das mächtige Sternenschiff Empyrean ist auf dem Weg zu einem weit entfernten Planeten. Zu den ersten Kinder, die auf der langen Reise geboren wurden, gehört die 15-jährige Waverly. Alle erwarten von ihr, dass sie bald ihren Freund Kieran heiratet, um selbst Kinder z ubekommen und so das Überleben der Menschheit zu sichern. Aber ist Waverly wirklich schon bereit, diesen entscheidenen Schritt zu gehen?
Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das Schwesterschiff der Empyrean auftaucht - und angreift! Alle Mädchen werden entführt und finden sich in einer Welt wieder, in der nichts ist, wie es scheint. Waverly muss alles daransetzen, zu entkommen und Kieran zurückzukehren, der Lichtjahre entfernt um sein Überleben kämpft...

Meine Meinung:
In drei großen Kapiteln, die 2 Mal die Sichtweise von Waverly und 1 Mal von Kieran wiedergegeben, lässt uns die Autorin in die Geschichte abtauchen, die mich an einigen Stellen stark an "Godspeed" von Beth Revis erinnerte...
 
Im Laufe der Geschichte lernen wir Waverly und Kieran kennen. Beide Jugendliche, die ersten Kinder, die auf dem Raumschiff "Empyrean" geboren wurden. Mit dem Auftrag im Gepäck, eine neue Erde zu bevölkern, warten einige Gefahren auf das Raumschiff und ihre Bewohner. Denn das Schwesternschiff, die "New Horizon" hat es auf sie abgesehen, um einen fanatischen Plan in die Tat umzusetzen. 

Da das Buch also "nur" 432 Seiten hat, was im Verhältnis ein bisschen wenig ist (mein Eindruck), um dem Leser so viel wie möglich mitzuteilen, hielt sich die Autorin auch nicht mit unwichtigen Aspekten auf und die Spannung war von der ersten Seite an präsent. Im Vergleich also zu Beth Revis' "Godspeed", beschrieb Amy Kathleey Ryan nicht seitenweise, wie das Raumschiff aufgebaut ist, hielt sich weniger mit damit auf, eingeführte Sitten zu erklären oder beschrieb eher undetailiert, wie Personen aussehen. Bei Ryan gibt es kurze aussagekräftige Sätze!

Zwar beschrieb die Autorin, um dem Leser etwas plausibel klarzumachen, gleichzeitig hatte ich jedoch genug Raum, um mir die Personen beispielsweise zu Ende vorzustellen. Dieser "Effekt" war mir als Leserin recht neu, immerhin lechze ich fast schon nach jeglicher Art von Orts-, und Personenbeschreibung. Das ist so, um herauszufinden, ob es der Autor/die Autorin schaffte, durch die Worte auch Bilder in meinem Kopf zaubern zu lassen. Die Erfahrung sozusagen, etwas für die Autorin zu vollenden, fand ich eine tolle Gelegenheit, auszuprobieren, wie viel Fantasie wohl in mir steckt. 

Wie ich weiter oben bereits kurz angeschnitten hatte, musste die Autorin die Spannungskurve natürlich auch direkt anziehen, um die Geschichte in eine packende Richtung zu manövrieren und um dem Leser für die "magere" Seitenfülle, so viel Story wie möglich zu bieten. Und genau das - den Spannungsbogen gekonnt anziehen und dem Leser so viel Unterhaltung wie ebend möglich zu bieten - hat Ryan absolut gut umgesetzt. Ich stand beim Lesen ständig unter Strom, musste wissen, wie es weitergeht. All' das ohne jedoch von ein auf den nächsten packenden Moment gestört zu sein oder dass die ganzen adrenalingeladenen Situationen zu viel oder zu dick aufgetragen waren. 

Als ich das Buch beendet habe, beschäftige mich noch eine ganze Weile eine andere Frage. Und zwar wurden die zwei Raumschiffe aufgeteilt in die "Freidenker" (- Empyrean) und die "Religiösen"(- New Horizon). Wie die Kurzbeschreibung verrät, greift die New Horizon das Schwesternschiff an - was der Grund ist, verrate ich nicht, sonst würde ich zu viel vorweg nehmen. Aber ich finde es recht interessant, wie die Autorin die religiöse Seite dargestellt hat. Auf der "New Horizon" ist der Glaube nämlich ein wenig aus den Rudern gelaufen, einige wurden wirklich fanatisch, ließen Gott durch ihre Taten sprechen und rechtfertigten somit ihr Handeln - schlechtes Handeln natürlich. Auf der anderen Seite sind die verlorengeglaubten jungen Männer, die im weiten All auf der "Empyrean" schweben. Sie finden in der dunkelsten und verzweifelsten Zeit, Hoffnung im Glauben an Gott. Sozusagen stellt die Autorin also dar, dass der Glaube etwas gutes und schlechtes nach sich ziehen kann. Er kann Hoffnung schenken, Leute jedoch auch verzweifeln lassen. Diese Darstellung bzw. Gegenüberstellung fand ich sehr interessant und führte mit meinem Freund zu einer kleinen Diskussion. Ich gebe hier mal zu, dass ich Atheist bin. Wieso das ist oder inwieweit sich das in meinem Umfeld auswirkt, ist egal, aber gerade was solche Gedankengänge angeht, habe ich ein offenes Ohr für das Für und Wider (anders gesagt: An Gott glauben? Ja oder Nein). Somit hat "Sternenfeuer" nicht nur den spannenden Effekt, sondern treibt den Leser auch zum Denken nach, wenn man extrem in die Geschichte abtaucht.

Fazit:
Abschließend kann ich sagen, dass "Sternenfeuer: Gefährliche Lügen" nicht nur ein gelungenes Debüt ist, sondern auch ein spannender Auftakt zu einer vielversprechenden Trilogie.

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