[Rezension] Strange Angels 01: Verflucht von Lili St. Crow

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: PAN
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 342628345X
ISBN - 13: 978 - 3 - 426 - 28345 - 5
Preis: 16.99€

Kurzbeschreibung:
Eine Sekunde lang spielte ich mit dem Gedanken, ihm alles zu erzählen. »Hi, ich bin Dru. Mein Vater jagt Dinge, die du nur aus Gespenstergeschichten kennst. Ich helfe ihm, wenn ich kann.« Aber wer würde mir das schon glauben? Rastlos zieht Dru Anderson mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt, bis er eines Abends nicht lebend von einem seiner Einsätze zurückkehrt. Jemand hat ihn ermordet – und hetzt ihn nun als Zombie auf Dru! Von diesem Moment an ist sie auf der Flucht vor eiskalten Feinden, die ihr nach dem Leben trachten. Offensichtlich wissen sie etwas über die Sechzehnjährige, das sie selbst nicht einmal ahnt. Aber was?  

Meine Meinung: 
Ohne Umschweife entführt die Autorin den Leser in die Welt von Dru Anderson. Ich hatte überhaupt keine Probleme den Einstieg in die Geschichte zu finden. Allerdings hatte ich meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin warm zu werden. Anfangs war mir Dru zu brutal, abgebrüht und etwas unannahbar. Doch wenn man ihre Geschichte im Laufe des Buches kennenlernt, kann man ihr Verhalten nachvollziehen. Immerhin hat ihr Vater von Kindsbeinen beigebracht, niemandem, außer sich selbst zu vertrauen.
Bis man allerdings Verständnis für Drus's Verhalten aufbrachte, wurde man Zeuge, ihrer Gedankengänge. Diese tauchten meines Erachtens nach ein bisschen oft auf. In normalen Situationen, beispielsweise, als sie mit Graves in seiner Hütte war und gemeinsam aßen, wenn beide in der Schule waren - gerade dann waren Dru's Gedankengänge etwas langatmig und teils störend. Anders verhielt es sich, als nervenaufreibende Situationen aufkamen. Hat es sich gerade ein mysteriöses und offensichtlich gefährliches Wesen zur Aufgabe gemacht, das junge Mädchen und ihren Begleiter türkratzend in den Wahnsinn zu treiben, hat Lili St. Crow genau diese - vorher störenden - Gedankengänge sehr passend an- und eingebracht. An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass Lili St. Crow, auch bekannt unter den Namen Lilith Saintcrow, das besondere Talent hat, actiongeladene Situationen, sowie Umgebungen und Eindrücke authentisch zu beschreiben. Genauso, wie sie das Wetter gelungen einbringt. Es schneit ununterbrochen. Das Wetter sehe ich eine Art Sinnbild für Dru's Gefühle. Bedrückend, betrübt, bedrohend und gleichzeitig völlig abgeschottet zu sein.
Durch vorangegangene (negative) Bewertungen bin ich ohne besondere Erwartungen an das Buch gegangen und wurde positiv überrascht!
Eines sollte jedoch erwähnt sein: Auf große Gefühle sollte man bei "Verflucht" nicht hoffen, doch gleichzeitig kann ich mir vorstellen, dass im zweiten Teil ein wenig mehr Platz für Gefühle ist. (Hier spricht mein Romantikerherz) Als es gen Ende ging, musste ich mir eingestehen, dass ich hoffte, das Buch habe noch ein paar Seiten mehr. Weil ich gerade so in "Fahrt" war : ) Gleichzeitig war das Ende des ersten Teils völlig gelungen. Entließ den Leser mit ein paar Fragen (die wahrscheinlich im folgenden Teil geklärt werden) und einen guten Gefühl, Dru erstmal in Sicherheit zu wissen. So also gibt mir das Ende die Hoffnung auf eine vielversprechende Fortsetzung!
So viel zum Inhalt. Zum Schluss möchte ich das Cover kurz ansprechen. Das Bild an sich ist schlicht gehalten. Ein junges Mädchen, dass ihren Unterarm als Kissen benutzt. Etwas blass, aber hübsch. Doch die Struktur ist außergewöhnlich. Ich habe ganz schön lange gebraucht, um die richtigen Worte zu finden. Aber es fühlt sich wachsartig an. Ja, das ist passend. Etwas rau und wachsartig. Ein komisches, aber angenehmes Gefühl, darüber zu fühlen. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine : ) 

Fazit: 
"Verflucht" ist ein gelungener Start in die Buchreihe "Strange Angels" der Erfolgsautorin Lili St. Crow alias Lilith Saintcrow. In leicht verdaulicher Sprache beschreibt die Autorin das Leben von Dru Anderson, die in der Normalwelt lebt, sich aber auch in der Echtwelt behaupten muss. Die durch den Vater eingetrichterte Abgeschottenheit bröckelt im Laufe der Handlung, da sie feststellt, gute Freunde kann man doch finden, die einem jederzeit zur Seite stehen. Sei es Werwolf oder Vampir...

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