[Rezension] Tales of Partholon 03: Gekrönt von P.C. Cast

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen:
Broschiert: 354 Seiten
Verlag:
Mira Taschenbuch
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3899419669
ISBN - 13:
978-3899419665
Preis:
9,99€
Kaufen?:
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Kurzbeschreibung:
Schon lange hat Morrigan Parker gespürt, dass sie anders ist. An ihrem achtzehnten Geburtstag erfährt sie die Wahrheit: Sie ist die Tochter einer Hohepriesterin und verfügt über magische Kräfte.
"Willkommen Lichtbringerin!" ... In den Alabaster-Höhlen hört sie eine seltsam vertraute Stimme. Mit einem Mal fühlt Morrigan sich geborgen und ist von einer unerklärlichen Ruhe erfüllt. Instinktiv berührt sie die Felswand und sieht, dass die Kristalle unter ihrer Handfläche zu leuchten beginnen! Morrigan weiß einfach, dass ihr Weg hier beginnt - von dieser Höhle aus wird sie nach Partholon gelangen, ins Land ihrer Mutter und ihr wahres Zuhause. Doch kann sie ihre Großeltern verlassen? Außerdem muss sie sich von dem netten Typen verabschieden, bei dessen Anblick sie schon Herzklopfen bekommt. Und was wird sie erwarten, wenn es ihr gelingt, nach Partholon zu gelangen?

Meine Meinung:
Um euch zu erklären, warum Morrigan mir direkt sympathisch war, muss ich etwas ausholen. Morrigan ist die Tochter von Rhiannon, die wiederum die Erzfeindin und Spiegelbild zu Shannon war. Shannon ist die Inkarnation von Eponas Gottheit. Rhiannon stirbt, schließt Frieden mit all denen, den sie geschadet hat und möchte, dass ihre Tochter bei Shannons leiblichen Eltern aufwächst. So, hier also warum ich Morrigan mag. Sie gehörte nie wirklich dazu. Das lag weniger daran, dass ihre Großeltern und nicht ihre leiblichen Eltern sich um sie gekümmert haben - denn sie haben sich sehr wohl gut um sie gekümmert - sondern sie war anders und gehörte nie irgendwo richtig dazu. Morrigan hörte stets Stimmen flüstern, konnte eine kleine Flamme auf ihrer Hand tanzen lassen und schien tatsächlich Magie in sich zu tragen. Das machte sie anders und das spürte sie. Ich hatte aufgrund dessen immer den Drang, sie tröstend in den Arm zu nehmen. Und auch die leichte Naivität, die Morrigan zu Tage trug gefiel mir. Kurzum: Ich mochte Morrigan und war gespannt, was uns im Laufe der Geschichte noch begegnen würde. 
 
Wie ihr also aus dem ersten Abschnitt entnehmen könnt und falls ihr vorangegangene Rezensionen zu "Tales of Partholon" oder das Buch gar selbst gelesen habt, dann werdet ihr merken, dass keine Shannon oder keine Rhiannon die Protagonistin ist. Der dritte Teil der "Tales of Partholon" - Reihe ist also ein generationsübergreifendes Buch. Das brachte noch einen Pluspunkt. Gerade wenn es sich um Buchreihen handelt, dann steht meist eine Person im Vordergrund. Im Laufe der Buchreihen lernt man zwar weitere Charakteren kennen, aber dennoch es ist und bleibt die gleiche Person, die der Protagonist bzw. die Protagonistin ist. Bei "Tales of Partholon" ist es anders. Man lernt nicht nur neue Charakteren kennen, sondern die Hauptcharaktere verändert sich. Das hat P.C. Cast in meinen Augen sehr gut umgesetzt bzw. die Grundidee dazu fand ich sehr gut. Es war nicht nur, dass man Charakteren intensiver kennen lernte, sondern die Geschichte entwickelte sich so weiter, dass nun mehrere Generationen betroffen waren. 

Die neue Generation, hier in Form von Morrigan ist zwar neu im Geschichtsverlauf, aber der Feind bleibt der Gleiche. Pryderi, der böse dreigesichtige Gott will unbedingt an Macht gelangen und versucht es durch Morrigan. Also dachte ich, dass es genauso wie in den Vorgängern einen epischen Abschlusskampf geben wird. Der blieb leider aus. Zwar schaffte es die Autorin den "Kampf" bis zum Schluss hinaus zu zögern, so dass ich mich immer wunderte, wann es denn nun endlich so weit sei, immerhin hatte das Buch nur noch wenige Kapitel, aber erst sehr spät zeigte sich Pryderi. Wie bereits erwähnt, ging der Kampf etwas unter und ich war ein wenig enttäuscht.
Abschließend würde ich sagen, der dritte Teil dieser Buchreihe ist gut, kommt aber nicht an "Ausersehen" und "Verbannt" heran. Mir fehlte es einiges an Biss. Die witzigen und hitzigen Dialoge zwischen Shannon und ihrem stets unterlegenem Gesprächspartner und auch der Humor war nicht aufzufinden. Eigentlich hätte ich mich genau darauf gefreut. Und auch die Herzlichkeit die stets aus allen Ecken und Kanten ausgestrahlt wurde, war einfach nicht da. 

"Gekrönt" begann vielversprechend, ist aber nicht ganz das gewesen, was ich mir vorgestellt habe. Gleichzeitig gefielen mir Ansätze der Autorin, die mir so nicht aufgefallen wären. Ähnlich wie bei House of Night (den Vergleich ziehe ich nur, da es die gleiche Autorin ist): House of Night begann unglaublich toll! Cast hat eine klasse Geschichte gestartet. Bei "Tales of Partholon" startete sie ebenso vielversprechend eine neue Buchreihe. Bei beiden Buchreihen schwächelte der Mittelteil, war aber immernoch gut. Und der letzte Teil der Buchreihe (bei House of Night sozusagen von Teil 4-6 [da ich nur bis Teil 6 gelesen habe]) riss den Hebel um, ging in eine andere Richtung, überraschte die Leser, aber war dennoch nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe.

Fazit:
"Gekrönt" schließt mit der Reihe "Tales of Partholon" ab. Alle drei Teile habe ich gerne gelesen, auch bei besagter Kritik. Cast hat sympathische Charakteren geschaffen und angsteinflößende Feinde. Es war eine schöne und interessante Buchreihe. Auf der anderen Seite, finde ich gut, dass die Geschichte um Shannon, Morrigan, Lichtbringerei und Rhiannon zu Ende geht. Gleichzeitig bin ich gespannt, wie es mit Partholon weitergehen wird. So wie Cast es hier in diesem Teil hat einläuten lassen, es wird generationsübergreifend. Nicht nur in diesem Teil, sondern auch bei "New Tales of Partholon". Seid also, genau wie ich, gespannt! 

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