[Rezension] Totentöchter: Die erste Generation von Lauren DeStefano

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen: 
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag:
cbt
Sprache:
Deutsch
ISBN - 10:
3570161285
ISBN - 13:
978-3570161285
Preis:
16,99€
Kaufen?:
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Kurzbeschreibung: 
Ein Teufelskreis hat begonnen...
Ein missratenes Genexperiment hat schwerwiegende Folgen. Männer werden nur 25, Frauen 20 Jahre alt. Die gesamte Menschheit ist somit gefährdet. Um den Fortbestand der menschlichen Rasse zu gewährleisten, werden Grenzen durchbrochen. Was für uns heutzutage undenkbar ist, wird in Rhine's Gegenwart zur Realität. Zwangsehen, Vergewaltigungen und polygame Ehen.Genau das geschieht Rhine. Das junge Mädchen wird aus ihrem bisherigen Leben gerissen, um mit Linden verheiratet zu werden, damit beide ihren "Beitrag" leisten können. Doch Rhine kämpft darum, ihre geliebte Freiheit wieder zu erlangen. Dabei erlebt sie nicht nur Höhen und Tiefen, sondern findet Gleichgesinnte, in Form von Gabriel.Trotz unverweigerliches Schicksal, bäumen sich beide auf und nehmen den Kampf auf!

Meine Meinung: 
Lauren DeStefano wirft den Leser direkt mitten ins Geschehen und bemannt sich von Beginn an eines bestimmten Elements, welches bis zum Schluss eine tragende Rolle spielt - die Spannung.
Anfangs dachte ich, dass es etwas weit hergeholt sei, die Charakteren mit 20 bzw. 25 sterben zu lassen. "Ist es nicht etwas überzogen?", dachte ich. Nein, gewiss nicht. Denn genau auf diese Art und Weise, macht uns die Autorin, neben ihrem Schreibstil, der ein stets präsentes beklemmendes Gefühl hervorruft, authentisch bewusst, wie aussichtslos die Lage eigentlich ist.
Die Welt ist nicht nur von dem fehlgeschlagenen Genexperiment gebeutelt, sondern auch von dem 3. Weltkrieg. Ganze Kontinente sind verschwunden und nun ist auch noch der Fortbestand der Menschheit gefährdet. Wenn ich mir das alles vor Augen führe, muss ich überlegen, wie grausam die Wirklichkeit sein könnte und wie real Lauren DeStefano dies alles beschreibt.
Doch all' diese Grausamkeit und Ausweglosigkeit bringt auch Sonnenstrahlen hervor: Rhine. Es gibt eine Stelle im Buch, in dem ein Hurrikan herrscht und ich muss sagen, dass ich diese Naturgewalt mit ihr vergleiche. Der Wind reißt mit, bringt einiges durcheinander, zerstört sogar einige Dinge. Doch das Auge des Sturms ist ruhig. Genauso ist Rhine. Sie zerstört zwar niemanden, aber dennoch treffen alle weiteren Punkte auf sie zu.
Genauso wie Rhine sind mir weitgehend fast alle Charakteren ans Herz gewachsen. Jeder hat auf seine Art, mit dem Voranschreiten der Gesellschaft zu kämpfen. Und auch ich kämpfe mich gemeinsam mit Rhine durch die Geschichte. Hoffnung, Trauer, Liebe und Glück begleiten uns durch die Lektüre und Lauren DeStefano schaffte in meinen Augen einen Roman, der Augen öffnet - wie wenig eigentlich geschehen muss, auch heutzutage, damit wir uns bald auch in solch einer Situation wiederfinden - und Fragen aufwirft.
Sind wir heutzutage soweit entfernt von einem dystopischen Leben? Wie würden wir reagieren bzw. was würden wir alles durchgehen lassen, um den Fortbestand der Menschheit zu gewährleisten? So finde ich, war der Plot der Geschichte, ein voller Erfolg!
Zwar soll dies der erste Teil einer Trilogie sein, doch der Abschluss war völlig nachvollziehbar - warf nicht viele Fragen auf, kein unangenehmer Cliffhänger. Zwar wüsste ich nur wenig, was man im folgenden Teil thematisieren könnte, bis auf eine eventuelle Heilung des Genproblems, doch ich würde ihn sicherlich lesen!
Zum Schluss möchte ich auf das Cover zu sprechen kommen. Eigentlich erwähne ich bei einer Rezension selten die Gestaltung der Front. Doch gerade hier, kann ich so viel von dem Bild zu Geschichte assoziieren, dass ich es einfach ansprechen muss! : ) Auf dem Cover sieht man ein sehr gut gekleidetes Mädchen. Auch Rhine war stets gut gekleidet, lockiges Haar war ihr Markenzeichen. Doch eigentlich finde ich den Vogel im goldenen Käfig nennenswert. Auch Rhine ist sinnbildlich gesehen, ein Vögel, die im "goldenen Käfig" gefangen ist. Der jungen Frau fehlt es an nichts, ihr wird jeder Wunsch von den Augen abgelesen und doch kann und wird sie niemlas glücklich sein. Zumindest nicht in dem Käfig. 

Fazit: 
Ihr sucht nach einem Jugendbuch, welches packend ist, aber keine Liebesschnulze? Es soll ein Plot sein, der euch nicht nur darüber diskutieren lässt, wie es mit dem sich entwickelten Paar weitergeht, sondern gar etwas belehrendes dahinter steht? Dann ist "Totentöchter - Die dritte Generation" von Lauren DeStefano genau das richtige für euch!

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