[Rezension] Yelena und die Magierin des Südens von Maria V. Snyder

Dienstag, 15. Mai 2012

Buchinformationen: 
Tachenbuch: 464 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch 
ISBN - 10: 3899418247
ISBN - 13: 978 - 3899418247
Preis: 7,95 €

Kurzbeschreibung: 
Kurz vor ihrer Hinrichtung wird Yelena ein außergewöhnliches Angebot gemacht: Sie bekommt das beste Essen, eigene Gemächer im Schloß und riskiert ihr Leben, falls jemand versucht, den Kommandanten von Ixia zu töten.
Und so entscheidet sich Yelena, unter Anleitung des Sicherheitschefs Valek Vorkosterin des Kommandanten zu werden. Aber Valek überlässt nichts dem Zufall: Damit sie nicht flieht, gibt er ihr regelmäßig Schmetterlingsstaub ins Essen. Und nur, wenn sie täglich das Antiserum von ihm erhält, kann sie ihren langsamen und qualvollen Tod verhindern.
Als Rebellen planen, Ixia in ihre Gewalt zu bringen, entwickelt Yelena magische Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann. Doch Magie ist in Ixia unter Todesstrafe verboten. Einzig Yris, die Magierin des Südens, kann ihr jetzt noch helfen. Doch wenn Yelena versucht zu fliehen, wird der Schmetterlingsstaub sie langsam aber sicher vergiften.  

Meine Meinung: 
Das Buch beginnt mit der Szene, in der Yelena aus den Kerkern zu Valek geführt wird und er ihr das unglaubliche Angebot, als Vorkosterin, zu fungieren. Zunächst hatte ich den Eindruck, dass es etwas langatmig werden könnte, da die folgenden Seiten vond er Protagonisten abgewägt wurden, das Angebot wirklich anzunehmen oder den Strick vorzuziehen. Doch das änderte sich schlagartig. Direkt danach verstand man das Misstrauen, denn Yelena offenbarte einen Teil ihrer Lebensgeschichte, der wirklich unter die Haut geht. Die junge Frau wurde bereits in ihrer Pubertät für Versuche ihres Vormundes benutzt, als er kein Nutzen mehr an ihr hatte, wurde sie misshandelt und vergewaltigt. Hier wird einem auch beschrieben, warum sie hingerichtet werden sollte. Sie hatte ihren Peiniger umgebracht. Da hatte ich meinen ersten Kloß im Hals. Denn ich hatte mit allem gerechnet, nicht aber damit, dass Yelena hingerichtet werden sollte, obwohl sie nur aus Notwehr gehandelt hatte. Ich verstand das Regierungssystem einfach nicht, doch im Laufe des Buches wird man auch hier eingewiesen. Die Kapitel lesen sich wirklich flüssig, die Autorin hat eine besondere Art zu schreiben. Maria V. Snyder drückt sich gewählt, aber nicht zu überheblich aus. Durchweg erlebt Yelena schlechte, aber auch gute Erfahrungen. Brazell, ihr ehemaliger Vormund will sie umbringen, sie entwicklet Zauberkräfte, die sie lernen muss, zu kontrollieren und vorallem muss sie diese verstecken, da in Ixia auf Magier die Todesstrafe wartet. Aber Yelena schließt auch Freundschaften und verliebt sich sogar in Valek, der ihre Gefühle erwidert. Zum Ende hin, gibt es natürlich dass, worauf alle Leser warten: Einen epischen Abschlusskampf gegen ihren Erzfein, die Liebeserklärung von Valek an Yelena und die Hoffnung auf Zukunft. Zum Schluss des Buches hat man die Möglichtkeit, in das erste Kapitel des 2. Teils "Yelena und der Mörder von Sitia" zu lesen. Das ist eine gelungene Idee, denn so bekommt der Leser die Möglichkeit sich wieder ein paar erste Eindrücke zum nächsten Teil zu erhalten. Mich haben die letzten Seiten sehr angesprochen und ich freue mich auf jedenfall auf den zweiten Teil der Yelena - Buchreihe :)
Zunächst war ich etwas skeptisch, ob mich die Geschichte ansprechen könnte, aber das änderte sich. Meine Skepsis wurde durch Neugier ersetzt und so fand ich Gefallen an der Geschichte. Die Protagonistin ist eine Art Mensch, die man schützen möchte, aber auch gleichzeitig nicht zu nahe kommen möchte, da sie einem eh nicht vertrauen würde. Yelena kennt keine Zuneigung in dem SInne und sie lernt alles im Laufe der Geschichte kennen. Auch die zarte Anbahnung zwischen ihr und Valek ist ein kleiner Sonnenstrahl in ihrer ach-so-dunklen Welt und das gab mir natürlich auch Hoffnung, dass Yelena die Möglichkeit auf Freude hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm, keine Szene wird in die Länge gezogen und die Spannungskurve sackt nicht unerwartet ein. Alles im Allem ein gelungener Fantasyroman. Das einzige, was ich vielleicht auszusetzen hätte, wäre das Buchcover. Hier hätte man ein wenig mehr Arbeit reinstecken können. Man kann zwar alle Dinge zum Buch gut zum Cover asoziieren, doch irgendwie fehlt mir persönlich das gewisse Etwas. Aber das tut dem Buchinhalt keinen Abbruch :)

Fazit: 
Meine Skepsis hat sich in Begeisterung gewandelt und ich bin ziemlich gespannt, welche Zukunft auf Yelena wartet.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jedes Kommentar! :)

 
Design by Mira Dilemma.