[Rezension] Zerbrechlich von Jodi Picoult

Mittwoch, 16. Mai 2012

Buchinformationen: 
Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 343103828X
ISBN - 13: 978 - 3 - 431 - 03828 - 6
Preis: 19,99€

Kurzbeschreibung: 
Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O╔Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eins: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Jedoch auch ihr Herz kann brechen. Genau das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Sie verklagt ihre Frauenärztin. Die Krankheit hätte schon zu Beginn der Schwangerschaft erkannt - und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss jedoch behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden ... Erschütternd, tief bewegend und sensibel führt dieser Roman mitten ins Herz einer Familie, die durch die Kraft einer bedingungslosen Liebe verbunden ist.  

Meine Meinung
Ich sitze nun seit einer geschlagenen Stunde an dieser Rezension und bin noch immer überwältigt. Mir schwirrt so viel im Kopf herum, einiges liegt mir auf die Zunge und doch schaffe ich es nicht, all' das zu schreiben. Mir fehlen einfach die Worte, meine derzeitigen Gefühle zu beschreiben. Doch dieses ganz besondere Talent hat definitiv Jodi Picoult. Natürlich kann man hier sicher sein, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat, doch es geht hier nicht nur um Recherche. Jodi Picoult hat ein Buch geschrieben, bei dem ich das Gefühl hatte, im Kino zu sitzen. Mitten drin... Ich war nicht nur ein stiller Beobachter, sondenr ein Teil der Familie, der namentlich nicht erwähnt wurde. Doch gehen wir etwas mehr auf den Inhalt ein: Jodi Picoult unterteilt das Buch in verschiedene Perspektiven. Sie schreibt als Charlotte&Sean O'Keefe, Amelia, die ältere Schwester und aus der Sicht von Piper Reece. So kam man nicht umher, für jeden einzelnen Verständnis aufzubringen. Es war nicht so, dass man nur für eine Person, Sympathie entwickeln konnte, sondern für alle. Sean, der eher herbe Typ Mensch. Charlotte, die Mutter. Verzweifelt, kämpfend, aber dennoch (ver)zweifelnd. Amelia, die nicht gehört und gesehen wird. Die ältere Schwester, die auch ein bisschen Aufmerksamkeit haben möchte und nicht versteht, dass Charlotte so handelt. Und dann Piper Reece. Nicht nur Charlotte's (ehemals) beste Freundin, sondern auch ihre behandelnde Gynäkologin. So durchläuft der Leser jede Station der jeweiligen Beteiligten und die Geschichte setzt sich so weiter fort. Man kann also alle verstehen und gewinnt einen Eindruck, wie ihr Gefühlsleben durcheinander gerät. Ich muss gestehen, ich habe stets versucht, meine Tränen zu unterdrücken, egal, wie traurig die Situation auch war. Aber zum Schluss - ein bestimmtes Ereignis, welches ich euch nicht verraten möchte -, konnte ich nicht mehr. Mir kullerten ein paar Tränen und ich brauchte einen Moment, um mir klar zu werden, dass diese Geschichte fiktiv ist und nicht wirklich geschehen war.

Fazit: 
Erschütternd. Tief bewegend. Sensibel. Das sind die Schlagworte, die mir zu diesem Roman einfallen. Dieses Buch kann ich jedem wärmstens empfehlen! Es ist ein tiefgründige Thematik, gemischt mit ethischen Fragen und gepaart mit einigen Wahrheiten eines OI (Osteogenesis imperfecta) Patienten. Lasst euch die Möglichkeit nicht entgehen, auch mal in euch hinein horchen. Ich habe es getan und mir selbst dabei überrascht, welche Ansichten ich eigentlich hatte und diese, nach dieser Geschichte, überdenken musste. 

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