Wir fragen und Tanja Heitmann antwortet....

Mittwoch, 16. Mai 2012

Hallöchen zusammen!
Vor einiger Zeit veröffentlichte die liebe Sandy von Nightingale's Blog einen Post, in dem sie uns Bloggern und Lesebegeisterten die Möglichkeit bot, Fragen an Tanja Heitmann zu stellen. Viele waren wohl zu schüchtern und so gab es nur zwei Fragende. Sandy und mich. Auch nicht schlimm, so konnten alle Fragen gestellt werden, die uns beiden auf der Zunge brannten!

Doch fangen wir von vorne an.
Tanja HeitmannWer ist Tanja Heitmann?123
Tanja Heitmann wurde 1975 in Hannover geboren und arbeitet in einer Literaturagentur. Sie
lebt mit ihrer Familie auf dem Land. Ihr Debütroman "Morgenrot" war ein sensationeller Erfolg und stand monatelang auf der den Bestsellerlisten. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Nachtglanz". Außerdem veröffentlichte Tanja Heitmann erfolgreich die ersten beiden Bände der Schattenschwinge-Trilogie, einer Fantasyreihe für Jugendliche.
Zum Anlass ihres neuen Buches "Traumsplitter", ( >> Leseprobe << ) hatte Sandy die Idee, ein Interview zu führen.
Hier also das kleine Frage/-Antwort-Spielchen : )
Viel Spaß beim Lesen!

Sandy:
In Ihren anderen Romanen beschäftigen Sie sich bisher mit Schattenwesen wie Wölfe und Vampiren. Die Welt der Träume ist faszinierend und tiefgreifend. Wie ist die Idee zu Gabriel entstanden? 

Tanja Heitmann:
Sowohl die Geschichten um den Vampir Adam ("Morgenrot" und "Nachtglanz") und David aus "Windermond", der einen Wolf in sich trägt, gehören meine Dämonen-Reihe an, in der Nachtgestalten die (fantastische) Hauptrolle spielen - als "Traumsplitter" zählt ebenfalls dazu, auch wenn der Dämon in dieser Geschichte nicht so leicht zu erraten ist. Das macht aber nichts, denn der Geschichte von Ella & Gabriel dreht sich eh alles um Träume, und mit denen sind wir ja alle bestens vertraut.
Am Anfang stand die Idee, einen Roman über Träume zu schreiben, in die jemand eindringt. Jemand, der nur schwierig zu fassen ist - genau wie ein Traum eben. Kaum hatte ich diesen Plan gefasst, meldete sich Gabriel an und es stellte sich rasch heraus, dass er ganz anders tickte, als ich mir das vorstellte. Ich habe ihn machen lassen und bin im Nachhinein sehr froh darüber. Man sollte seinen Figuren eben immer freie Lauf lassen.
 
Saskia:
Wenn Sie im Nachhinein an Ihre bisher entstandenen Buch-Charaktere denken: Sind Sie der Meinung, dass sie durch Familie, Freunde, Arbeitskollegen etc. zu einem Buch-Charakter (unbewusst) inspiriert worden sind und falls ja, welcher?

Tanja Heitmann:
Das kommt eher selten vor, die meisten meiner Figuren entstammen rein meiner Fantasie. Sie sind stark mit ihrer Geschichte verbunden, da wäre es schwierig, ihnen etwas überzustülpen. Allerdings greife ich auf Anekdoten zurück, die sich dann allerdings meinen Figuren anpassen müssen, sich beim Schreiben also verändern. Bei Orten ist das übrigens anders, da benutze ich gern Vertrautes. Wer z.B. die Hafenstadt Kiel kennt, wird einiges davon in Sandfern aus "Traumsplitter" wiedererkennen.

Sandy:
Es gibt Menschen, die sich sehr intensiv mit ihren nächtlichen Träumen auseinander setzen. Glauben Sie persönlich an
Traumdeutung und haben Sie es selbst sogar mal (für die Recherche des Buches?) ausprobiert?

Tanja Heitmann:
Es gibt vermutlich keinen Jugendlichen, der nicht eine Zeit lang seine Träume aufgeschrieben hat. Und noch als Erwachsener fragt man sich ja gelegentlich, ob Träume nicht nur Erlebtes verarbeiten, sondern einem auch etwas Wichtiges über einen selbst erzählen. Ich finde generell alles sehr interessant, was mit Träumen zu tun hat. Niemand weiß so recht, was in unserem Kopf geschieht, während wir schlafen, obwohl auf diesem Gebiet geforscht wird. Unsere Träume sind unentdecktes Land, da gibt es noch viel zu deuten.


Saskia:
Wir haben bereits von verschiedenen Autoren hören können, an welchem Ort sie eine besonders bizarre bzw. schöne Handlung niedergeschrieben haben. Wo schreibt Tanja Heitmann am liebsten?

Tanja Heitmann:
In ihrer Küche, wo es gemütlich, warum und vertraut ist. Außerdem gibt es dort was zu essen, und dass sollte beim Schreiben nie unterschätzt werden. Ich könnte mir nie vorstellen, in Cafes oder im Zug zu schreiben, ich brauche eine ruhige Umgebung, möglichst reizarm, denn die Action soll ja in meinem Kopf stattfinden.

Sandy:
Ihr Motto ist das lateinische Sprichwort "Provehito in Altum" (dt.: Immer voran ins Unbekannte). Für meine Lieblingsband symbolisiert es die Leidenschaft das Leben jeden Tag so auszuleben, wie man es sich erträumt und keine Angst vor dem Unbekannten zu haben (und so leben sie es sich auch vor). In wie weit fließt das Sprichwort in IHRE tägliche Arbeit als Autorin und Literaturagentin, sowie in Ihr Privatleben ein?

Tanja Heitmann:
So gesehen klingt das Sprichwort ordentlich nach Rock 'n Roll, ich verstehe es jedoch anders, eben als Autorin von fantastischer Literatur, die sich mit jeder neuen Geschichte in die Fremde bewegt und sich nicht vor neuen Ideen verschließen darf.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Sandy bedanken! Es hat richtig Spaß gemacht - fühl dich ganz doll gedrückt! ♥

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