[Rezension] Feuer und Glas: Der Pakt von Brigitte Riebe

Dienstag, 21. August 2012


Buchinformationen: 
Gebundenen Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Heyne 
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 3453267389
ISBN - 13: 978-3453267381
Preis: 16,99€
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Kurzbeschreibung: 
Für die sechzehnjährige Milla scheint die Zeit stehen zu bleiben, als sie an einem heißen Frühlingstag dem jungen Gondoliere Luca begegnet. Wie ein Aristokrat aus einer anderen Zeit gleitet er, gemeinsam mit einer Katze, auf einer blauen Gondel durch einen stillen Kanal. Milla ist verzaubert und kann den jungen Mann nicht vergessen. Als kurze Zeit später dieselbe geheimnisvolle Katze im kleinen Lokal ihrer Mutter und Tante auftaucht, folgt sie ihr durch die Gassen Venedigs. Sie gelangen zu einem reichen Stadthaus - und Milla sieht Luca wieder. Er ist jedoch nicht allein, und plötzlich wird Milla in den Strudel dunkler Vorkommnisse um das Ende der mächtigen Lagunenstadt gezogen. Stammt sie wirklich von den Feuerleuten ab, die seit jeher gemeinsam mit den Wasserleuten Venedig beschützen? Was empfi ndet Luca, einer der Wasserleute, wirklich für sie? Und hat all das mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun? Zwischen Liebe und Zweifel hin- und hergerissen, kann Milla niemandem vertrauen - außer einer Katze und ihrem Gespür für die Wahrheit ...

Meine Meinung: 
Direkt zu Beginn baut Brigitte Riebe so eine atmosphärische Kulisse auf, so dass ich direkt in der Geschichte gefangen war. Ich konnte "Feuer & Glas" kaum aus den Händen legen, weil ich ganz in das Venedig des 16. Jahrhunderts abgesunken bin. Die herrlichen Ortsbeschreibungen der Autorin machte es mir ganz einfach, mich im Laufe der Zeit in den Orten auszukennen und heimisch zu fühlen. 

Doch nicht nur die Ortschaften wurden authentisch beschrieben. Mit Milla wurde ein sehr glaubhafter Charakter geschaffen. Die junge Frau war mir von Anfang an total sympathisch. Egal, welche Vorkommnisse vorgefallen waren, sie blieb sich selbst treu und war ein Stück weit Rebellin. Als sie entführt wurde, hatte sie einen flotten Spruch auf der Lippe und auch wenn ein mysteriöser und besonders gutaussehender Mann - manche Klischees müssen bewahrt werden - vor ihr stand, hat sie ihre Zunge nicht verschluckt. In letzter Zeit bin ich so oft auf weibliche Protagonisten gestoßen, die anfangs immer selbstbewusst dargestellt wurden und nachdem sie einem überdurchschnittlich gut aussehendem Jungen gegenüberstehen, wissen sie nicht mal mehr ihren eigenen Namen und kriegen die Zähne nicht auseinander. Zum Schluss hinterfragen sie nicht mal mehr die Entscheidungen ihres - bis dahin mittlerweile - großen Herzblatts und sind irgendwie treudoof. Das war bei Milla eben nicht der Fall. Sie war eine wahre, temperamentvolle und vorallem intelligente italiensche Powerfrau. Selbst als sie ihr Herzblatt gefunden hat, wusste sie, wo vorne und hinten ist und besonders, was sie zu sagen hat, denn sie trug ihr Herz auf der Zunge :) 

Ist man gedanklich in Venedig abgetaucht, bestreitet man gemeinsam mit Milla ein waghalsiges Abenteuer. Eine Gondel aus besonderem Glas hergestellt, besiegelt das Schicksal der Venezianer und nur Milla scheint zu wissen, wo sich diese Gondel befindet. Da diese Gondel natürlich gewisse Fähigkeiten vorweist, haben nicht nur die netten Leute von nebenan ein Auge auf die Gondel und Milla geworfen. Bedeutet also, die Geschichte hat auch einiges an Spannung und bösen Buben zu bieten. 

Im Grunde genommen hat "Feuer und Glas: Der Pakt" genau all das, was eine tolle und vorallem unterhaltende Geschichte bieten sollte. Liebenswürdige und glaubhafte Charaktere, eine mysteriöse Prophezeiung und gemeine Gegenspieler. Das einzige, was ich zu bemängeln habe ist, dass es zum Anfang des letzten Drittels, geschichtlich etwas langatmig wird. Die Autorin packt zu lang geformte Gedankengänge von Milla in die Geschehnisse und Dialoge dauern mir zu lange an, wo doch das wichtigste schon gesagt wurde. Doch schnell reißt die Autorin das Ruder um und konzentriert sich schnell auf das Wesentliche, damit die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht, ohne dieses unnötig lang hinaus zu zögern. 

Fazit: 
Bisher hat es kein Autor geschafft, mich aufgrund der phänomenal beschriebenen Geschichtskulisse, in Urlaubslaune zu versetzen. Als ich die Geschichte beendet hatte, wollte ich die Tasche packen und mich auch auf die Suche nach einer geheimnisvollen Gondel machen. Venedig ist so oder so ein wunderbarer Ort. So unwirklich und großartig, dass es generell so geheimnisvoll wirkt. Riebe liefert tolle Charakteren, eine wunderbare Geschichte und überzeugte mich einfach durch das Gesamtpaket. Sehr empfehlenswert! :)

Kommentare:

  1. Hallöchen!

    Ja, das Buch gehört nun auch bei mir definitiv zu den Lesehighlight des Jahres. :)

    Liebe Grüße!
    Saskia

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  2. Oh, das Buch fand ich auch sehr schon! Allerdings bin ich auch einfach ein riesiger Venedig-Fan, von daher hat es so ein Buch auch nicht besonders schwer bei mir ^^

    Sehr schönen Blog hast du übrigens ;)

    Liebe Grüße
    Filia

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  3. Huhu!

    Das Buch ist wirklich klasse :)
    Vielen Dank, für dein Lob!

    Liebe Grüße!
    Saskia

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  4. Vielleicht sollte ich das lesen, wenn wir von Bibione aus einen Abstecher nach Venedig machen. Ist ja grad mal ne Stunde davon weg ^^.

    Tolle Rezi und sehr schön geschrieben.

    LG
    Lilly

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  5. i nicht immer die Zeit haben, um dieses Buch zu beenden. aber ich werde eines Tages

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Ich freue mich über jedes Kommentar! :)

 
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