[Rezension] Zweilicht von Nina Blazon

Mittwoch, 15. August 2012

Buchinformationen: 
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 357016117X
ISBN - 13: 978-3570161173
Preis: 18,99€
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Kurzbeschreibung: 
Erst stiehlt sie sein Herz, dann seine Welt ...

Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. Bis sie ihn schließlich in eine verwunschene Welt entführt, die seit Jahrhunderten kein lebender Mensch betreten hat. Als auch im New York der Gegenwart die Geister und Dämonen erwachen, beginnt für Jay ein Kampf auf Leben und Tod. Der Dämon mit dem Herzen aus Eis ist ihm auf der Spur und giert nach menschlichen Seelen. Und Jay muss sich entscheiden – zwischen zwei Mädchen, zwei Leben, zwei Wirklichkeiten …

Meine Meinung: 
Bei "Zweilicht" geht es um Jay, der hofft in Amerika einen Neuanfang zu starten, da sein bisheriger Weg in Deutschland nicht von Erfolgen gesäumt ist. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Das hat natürlich den Vorteil, dass der Leser an den Gedankengängen von Jay teilnimmt und einige Handlungen und sein Gefühlsleben gut nachvollziehen kann. Ich weiß nicht, warum, aber gerade bei "Zweilicht" finde ich es sehr gut, dass diese Ich-Perspektive genutzt wird, denn der Protagonist in ein Junge. Die Handlungen sind also zum Teil pragmatischer, Jungs machen sich nicht so viele Gedanken, wie es Mädchen tun würden. Denn hier ist es nun so, dass sich zwei Mädchen für einen Jungen interessieren. In den meisten Geschichten ist es ja eher andersrum. Daher finde ich es auch toll, dass Blazon mal kein Mädchen als Hauptprotagonist ausgewählt hat.

Die Geschichte nimmt nach dem ersten Viertel eine überraschende Wendung, mit der ich wirklich nicht gerechnet habe. Um euch nicht zu viel zu verraten, werde ich mich hier mal kurz halten, aber so viel sei gesagt. Generell war die Geschichte etwas melancholisch, da Jay seinem verstorbenem Vater nachtrauert und es nicht so ganz verpackt, dass seine deutsche Mutter ihn, also Jay, und seinen amerikanischen Vater als Verlierer sieht. Außerdem ist er zwar froh, in den USA zu sein, aber tiefgründigen Anschluss zu finden, fällt im ein bisschen schwer. Aufgrund seiner deutschen Herkunft ist er schon interessant an seiner Schule, aber zuzulassen, jemanden an sich heranzulassen, fällt schwer. Was ich aber eigentlich sagen wollte. Im ersten Viertel ist die Atmosphäre schon etwas bedrückend, melancholisch. Aber danach schafft es die Autorin nochmal eine Gefühlsladung drauf zu setzen, ohne den Leser zu erdrücken.

Die düstere Stimmung die nun aufgrund diesem Umschwung herrscht, überlädt die Geschichte aber keineswegs, wie oben bereits erwähnt. Das ganze verstärkt eher die geheimnisvolle Kulisse. Der Leser wird einfach gefangen und besteht gemeinsam mit Jay sein persönliches Abenteuer und befindet sich inmitten einer fantasievollen Geschichte, die in einem neuem altbekannten New York stattfindet und alles bietet, was eine tolle Geschichte ausmacht.

Am meisten hat mir, genauso wie bei "Faunblut" gefallen, dass die Autorin sich nicht mit weitläufigen Dialogen beschäftigt. Zwei Charaktere merken, dass sie Gefühle füreinander hegen, also wird beispielsweise Händchen gehalten und das Liebesschicksal ist besiegelt. Natürlich stellt die Autorin etwas gefühloller dar, als ich. Aber ich meine es eben sinnbildlich :) Alleine durch Gesten schafft es Blazon, sehr viel Gefühl in die Geschichte mit einzubringen. Und um bei Gefühlen zu bleiben: Neben doch recht hektischen und spannenden Geschichtsverläfen, schafft es die Autorin, genügend Platz für Gefühle zu lassen. Anfangs dachte ich immer, dass man Gefühle und Action nicht zusammen in einer Geschichte haben kann. Doch in letzter Zeit und gerade Nina Blazon, hat mir gezeigt, dass man das sehr wohl haben kann.  

Fazit: 
Weniger begeistert von "Totenbraut" und umso mehr gepackt bei "Faunblut", mutiere ich langsam aber sicher zu einem Blazon-Fan. Denn auch dieses Mal konnte mich die Autorin absolut begeistern.

Kommentare:

  1. Ich habe bisher Faunblut und Zweilicht gelesen. Faunblut hat mir gar nicht gefallen, Zweilicht hingegen gut.
    Totenbraut habe ich aber auch schon hier, jedoch noch nicht gelesen ;)

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  2. Huhu! :)

    Totenbraut fand ich nicht so knorke, dafür aber Faunblut und Zweilicht wirklich klasse. Bin gespannt, was du über Totenbraut denkst. Ich hatte mir irgendwie was anderes erhofft. Aber so bin ich jedenfalls froh, Blazon nochmal eine Chance gegeben zu haben :D

    Liebe Grüße!

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  3. Ich oute mich dann auch mal als Blazon-Fan. "Totenbraut" steht noch ungelesen in meinem Regal. "Faunblut" und "Zweilicht" fand ich beide sehr gelungen. Ich bin immer wieder überrascht was die Autorin für Wendungen aus dem Hut zaubert. Ihre Art des Schreibens spricht mich auch stark an. Ich kann dir also nur "Ascheherz" ans Herz legen, das in der gleichen Welt wie "Faunblut" spielt - mein absolutes Lieblingsbuch der Autorin! Falls du es nicht bereits gelesen hast. Achso, schöne Rezi! :)

    Liebe Grüße
    Reni

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  4. Hallöchen, die zweite! :)

    Wenn es so weitergeht, dann mutiere ich auch zum Blazon-Fan :D Wobei das ja auch keine Schande ist *lach* Ascheherz habe ich direkt, nachdem ich "Faunblut" gelesen habe, auf die Wunschliste gepackt. Da bin ich wirklich gespannt!

    Faunblut habe ich als Ebook gelesen und war tatsächlich am Überlegen, es mir im Nachhinein als HC zu kaufen, weil ich mir im Regal gern eine kleine Blazon-Ecke gestalten wollte :D

    Liebe Grüße!
    Saskia

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  5. Ich mag Blazon auch. Faunblut war damals mein erstes Buch von ihr ♥ Totenbraut mochte ich ebenfalls nicht. Zweilicht ging so, Ascheherz hat mir noch besser gefallen :) Viel Spaß beim Lesen.

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  6. Huhu Anika!

    Ascheherz steht nun ganz oben auf meiner Wunschliste und ich bin wirklich gespannt. Ich denke, mir hat damals "Totenbraut" nicht so zugesagt, weil ich mit einer anderen Vorstellung an die Geschichte ging. Aber wir man sieht, es ist besser geworden :)

    Liebe Grüße und danke, für dein Kommentar! :)
    Saskia

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Ich freue mich über jedes Kommentar! :)

 
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