[Rezension] Drachenhaut von Frances G. Hill

Sonntag, 23. September 2012


Buchinformationen: 
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: arsEdition
Sprache: Deutsch
ISBN - 10: 3760784534
ISBN - 13: 978-3760784533
Preis: 18,99€
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Kurzbeschreibung:
Der Kronprinz von Gashtaham leidet unter einem schrecklichen Fluch. Der Naga, auch bekannt als Schlangengott, hat ihn dazu verwünscht, sich -je nach Mondphase- in einen Panther zu verwandeln. Gebeutelt von seinem Schicksal, nutzt er noch so kleine Möglichkeit auf Erlösung. Doch als Amayyas, der Kronprinz, Lilya, das Mädchen, welches ihn in einer lebensbedrohlichen Situation gerettet hat,  fressen soll, verhilft er ihr lieber zur Flucht. Nicht ahnend, dass sich ihre Wege auf ein Neues kreuzen werden, denn Lilya ist die "dunkle Nacht", die ihn laut Fluchspruch erlösen kann. Doch die junge Frau ist mehr als seine Rettung, denn sie hat Drachenhaut und ist dadurch ein sehr mächtiges und gesuchtes Wesen.

Meine Meinung: 
Nachdem mich Susanne Gerdom mit "Sturm im Elfenland" so begeistern konnte, war ich gespannt, ob sie es auf ein Neues mit "Drachenhaut" schafft. Und natürlich wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen. 

Von Anfang an war ich gefangen in die herrlich beschriebene bunte Welt. Die Autorin entführt den Leser dieses Mal in eine orientalische Umgebung, voller bunter Gewänder, außergewöhnliche Märkte, auf denen es alles gibt, was das Herz begehrt und natürlich eine große Portion mystisches. Susanne Gerdom bzw. Frances G. Hill hat weiterhin das Talent ihren Worten so viel Leben einzuhauchen, so dass es mir stets schwer fiel, bei Lesepausen in die reale Welt wieder aufzutauchen. Ich habe mich einfach sehr wohl gefühlt beim Lesen. 

Genau wie die ganze Welt, so erschuf Gerdom auch wunderbare Charaktere. Lilya ist eine perfekt ausgearbeitete Protagonistin. Aufgrund ihrer Erscheinung - dunklere Hautfarbe und Narben am Körper- wird in ihrem Wohnhaus und von den vielen Ehefrauen ihres Opas spekuliert, dass sie nicht von höherer Abstammung ist, sondern zum niederen Wüstenvolk gehört. Wegen diesen Gerüchten ist Lilya doch recht isoliert und zieht sich zurück. Im Grunde genommen hat sie nur Kontakt zu ihrer Erzieherin und Kindermächen, Ajjaja - die ich übrigens auch ins Herz geschlossen habe - und ihrem Großvater, der im Laufe der Geschichte aber ganz andere Gedanken hegt, als nur die eines liebevollen Opas. Das junge Mädchen ist also nicht perfekt aufgrund ihrer Erscheinung, ist verletztlich und eine Außenseiterin. Endlich kein perfektes Mädchen, womit sich die Leser im Grunde überhaupt nicht identifizieren können. Die verletztliche Lilya habe ich also direkt liebgewonnen und wollte mit ihr den Verlauf der Dinge miterleben. Sei es, sie gedanklich zu beschützen oder anzusehen, wie sie an ihrer Aufgabe wächst. 

Neben Lilya spielt auch Amayyas eine tragende Rolle. Der Kronprinz von Gashtaham ist aus einer Laune und Wette heraus, die der Naga mit der Feenfürstin, Peri Banu, abschloss, verflucht worden. Je nach Mondphase verwandelt er sich in einen kraftvollen Panther bzw. in eine missgestaltete Erscheinung. Diese extreme Gegenüberstellung, die den jungen Mann einmal sehr stark und dann wieder hilflos darstellt, machte auch Amayyas zu einem sehr interessanten Protagonisten. Die liebevoll freundschaftliche Beziehung, die Amayyas zu dem Obersteunuchen und seinem Erzieher, Aspantaman, führt, machte den Kronprinzen auch weniger unnahbar. Außerdem wurde mir dadurch bewusst, dass der junge Mann neben seinem kraftvollen Auftreten des Panthers auch eine emotionale Seite hat. 

Zunächst erzählt die Autorin von zwei Schicksalen, welche im Laufe der Geschichte also zu einem wird. Diese Zusammenführung fand ich total klasse gestaltet. Was im einzelnen geschieht, verrate ich euch nicht, sonst würde ich zu viel vorweg nehmen. Aber die einzelnen Stationen, die beide Protagonisten durchgehen -sei es gemeinsam oder getrennt, werden sehr authentisch und unterhaltend beschrieben. Lilya wächst an ihrem Schicksal, lernt ihre richtige Familie kennen, stellt sich ihrer Aufgabe. Wohingegen Amayyas droht, an seiner Bestimmung zu zerbrechen. Immer seltener fühlt er sich als Mensch, woran die zunehmende Häufigkeit der Verwandlung, nicht unschuldig ist. Außerdem ist da ein fieser Bruder, der an seiner statt die Herrschaft an sich reißen will und Amayyas dafür sogar töten würde.

Das alles führt Frances G. Hill schlussendlich zu einem grandiosen Finale. Ich wollte gar nicht, dass die Geschichte zuende geht. Denn Lilya, ihre richtige Familie, Amayyas, ja selbst sogar der Naga - alle sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich wünsche mir selbst jetzt noch, ein Teil der Geschichte sein zu können. 

Fazit: 
Wieder einmal zeigt Susanne Gerdom den Lesern, dass man Spannung, mystisches und wunderbare Charaktere in ein Cliffhängerfreies Buch packen kann. Das Facettenreichtum an Ideen, die Gerdom uns immer wieder auftischt, ist wunderbar. Einmal schreibt sie über Elfen, dann über Drachen und über Gottheiten - aber jedes Mal unterhält sie die Leser auf ein Neues und begeistert uns durch ihre grenzenlose Fantasie.


An dieser Stelle danke ich meiner Glücksfee, da sie mir zu diesem herrlichen Exemplar durch Blogg Dein Buch verholfen hat :)

Kommentare:

  1. Wie das gab es über Blogg dein Buch. :( Ich muss da öfters rein schauen. Sturm im Elfenland habe ich auch geliebt. Und das Cover von Drachenhaut reizt mich auch die ganze Zeit schon. Werde mir wohl bald das Buch organisieren.
    LG

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    1. Jap, BdB hat das vor einer Weile angeboten. Bei mir ist es eher andersherum. Ich weiß nicht, ob ich bei Blogg dein Buch noch mitmachen mag.

      Klar, das Sortiment wird immer toller und mittlerweile würde ich mich für einige Bücher gerne bewerben. Aber der Druck bzw. die Verpflichtung die dahinter steckt, ist nicht meins. Innerhalb von einem Monat gelesen/rezensiert haben. Ditchen und Datchen verlinken.

      Du musst das Buch unbedingt mal lesen! Es ist wirklich toll! :)

      Ganz liebe Grüße!
      Saskia

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  2. ... ganz großen Dank für die tolle Rezension. Ich freu mir gerade 'nen Wolf. :-) (Und btw: Man _könnte_ ja auch die Autorin um ein Rezensionsexemplar bitte. Die ist nicht ganz so streng, hab ich mir sagen lassen. ;-))

    LG
    Susanne - Frances

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    1. Da fehlt ein 'n'. Bei Bedarf selbst dazudenken. Danke. *g*

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  3. Hallöchen (nochmal)! :)

    Vielen lieben Dank, für das Kommentar und Lob! Das Angebot mit dem Rezensionsexemplar ist sehr großzügig und wer weiß, vielleicht frage ich via Facebook mal an. Vorerst fieber ich jedoch Æthermagie entgegen :D Der Klappentext war direkt auch was für meinen (nonlesenden) Freund. :)

    Ganz liebe Grüße!
    Saskia

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  4. Na. Dann warte ich mal auf die FB-Anfrage. :-)))))

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