[Rezension] Everlight: Das Buch der Unsterblichen von Avery Williams

Freitag, 11. Januar 2013

Buchinformationen: 
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Knaur HC
Sprache: deutsch
ISBN - 10: 3426653265
ISBN - 13: 978-3426653265
Originaltitel: The Alchemy of Forever
Preis: 14,99€
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Kurzbeschreibung: 

Sera war ein junges naives Mädchen als ihre große Liebe Cyrus ihr zu ewigen Leben durch eine Trank verhilft. Sie erhofft sich immerwährendes Glück mit ihrem Liebsten. Doch nicht nur Sera ist im Laufe der Jahrhunderte von ihrem Leben gezeichnet, auch ihr geliebter Cyrus. Er wird zu einem tyrannischen und kontrollfanatischen Mann, der der jungen Frau ihr langes Leben zu einer Qual macht. Sera sieht nur einen Ausweg und beschreitet seit langer Zeit, ihr Leben ohne ihren Partner...

Meine Meinung: 
Ehrlich gesagt erwartete ich nicht viel an Geschichte, da das Buch nur 240 Seiten umfasst. Wie soll man da Spannung aufbauen, mit den Protagonisten warm werden und genügend Zeit haben, in die Geschichte einzufinden? Doch Avery Williams hat mich eines besseren belehrt. 

Zu Beginn bekommt der Leser einen kurzen Einblick, weswegen Sera und Cyrus die Möglichkeit haben, so lange zu leben. Cyrus ist in der Alchemie bewandert und hat einen Unsterblichkeits-Trank entwickelt. In einer gefährlichen Situation, droht Sera zu sterben und Cyrus entscheidet kurzfristig, seine große Liebe zu retten. Dieser Moment verfestigt die Bindung zwischen den beiden, sodass man als Leser auch versteht, wieso sich Sera ihrem Cyrus so verpflichtet fühlt, auch wenn sich sein Verhalten so sehr zum negativen entwickelt hat.

Generell bin ich schnell mit der jungen Frau warm geworden. Sie kommt recht distanziert rüber, was sich im Laufe der Geschichte auch nicht ändert, aber sie lässt einen noch genug ran, um ihr Handeln zu verstehen. Des Weiteren kann man ihr teils eisiges Verhalten nachvollziehen. Immerhin hat sie bis dato ein 600 Jahre Leben hinter sich. Nebst dem kontrollfanatsichen Cyrus, erlebt die Protagonistin Kriege und muss mit ansehen, wie ihre Familienangehörigen, Sterbliche, vor ihren Augen wegsterben. Man merkt schnell, dass Avery Williams einen authentischen Charakter geschaffen hat, denn sie hat sich Gedanken darüber gemacht, in welche Richtungen man sich entwickelt, wenn man überdurchschnittlich lange lebt und dadurch gezwungenermaßen viel durchmacht.

Den männlichen Part zu Sera nehmen zum einen Cyrus und Noah ein. Beide so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Cyrus begleitet Sera nun schon fast ihr ganzes Leben, geht mit ihr durch dick und dünn. Leider hat ihn die Zeit ebenso gezeichnet und er wird verbittert, ein abolsuter Kontrollfreak und ein gemeiner Tyrann. Wohingegen Noah ein einfühlsamer und verständnisvoller, sowie - im Vergleich zu Cyrus - frischer junger Mann ist. Wie Sera und Noah aufeinander treffen und weswegen möchte ich nicht verraten, da ich euch einiges an Geschichte vorwegnehmen würde. Aber aufgrund ihrer Flucht vor Cyrus, erhält Sera Unterschlupf in einer Vorstadt und trifft dort auf Noah und beide kommen sich näher. 

Wie oben bereits erwähnt, umfasst das Buch lediglich 240 Seiten, was natürlich bedeutet, dass es keine langen Dialoge gibt und die Geschichte schnell voranschreitet. Das tut dem Lesen keinesfalls einen Abbruch, im Gegenteil. Diese Schnelllebigkeit der Geschichte gibt dem ganzen etwas Dynamisches. Die Autorin weiß nämlich wie man kurze Dialoge gut verpackt und Orte/Situationen angenehm wechselt, ohne dass man das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Genauso verhält es sich mit der Spannung. Diese ist schnell aufgebaut, gerade zu Beginn, als Sera flüchtet. Ich habe mich wirklich wie in einem Actionfilm versetzt gefühlt und habe mit der Protagonisten mitgefiebert. Keinesfalls ist danach die Spannung verflogen, sondern Williams bereitet mich darauf vor, dass die Spannung nun ihren Höhepunkt erreicht und sie nun einen Gang zurückschaltet. Das muss man wirklich erstmal gut verpacken können, wenn man nur eine gewisse Seitenanzahl füllen möchte. 

Und auch wenn ich schreibe, dass die Autorin alles wunderbar binnen von 240 Seiten erzählt hat, so wird mir aber der Hälfte des Buches klar, dass sie es nicht schafft, die komplette Geschichte hier zu verpacken. Es wird also eine Forsetzung geben, auf die ich mich persönlich wahnsinnig freue, denn gerade das Ende war sehr, sehr spannend. 

Fazit: 
Das Lesejahr 2012 klang mit "Everlight" vielversprechend aus. Das Buch kann ich Gelegenheitslesern wärmstens empfehlen, die von seitenstarken Büchern abgeschreckt werden, genauso wie ich sagen kann, dass die Geschichte etwas für Vielleser ist. Authentische Charaktere runden das ganze ab und ich bin wirklich gespannt, was uns noch mit Noah, Sera und Cyrus erwarten wird.

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