[Rezension] Drei Wünsche hast du frei von Jackson Pearce

Freitag, 15. Februar 2013

Kurzbeschreibung:
Viola ist ein junges Mädchen, welches sich schon seit Kindsbeinen wünscht, mit ihrem besten Freund Lawrence den Lebensabend zu genießen. Die Beziehung endet jedoch jäh - Lawrence outet sich nämlich. Diese Erfahrung wirft das junge Mädchen völlig aus der Bahn, zumal ihr Freund nun zur Schul-High Society avanciert und Viola auf der Strecke bleibt. Ihr fehlt es, zu irgendwen oder irgendwas dazu zu gehören, denn anscheinend ist sie die einzige, die unsichtbar ist. Eines Tages erscheint ein Dschinn vor ihrer Nase und verspricht Viola drei Wünsche zu erfüllen. Im Grunde weiß sie sofort, was sie möchte, doch das wird alles nebensächlich als sie in ihrem Wunscherfüller, dem Dschinn, einen Freund findet. Ihre Unzugehörigkeit scheint ein Ende zu haben...

Meine Meinung:
Anfangs dachte ich, dass mich eine oberflächliche Jugendgeschichte erwartet, da Viola dem Leser klarmachte, dass sie sich einsam fühle, weil jeder jemanden hat, nur sie nicht. Sei es ein küssendes Paar, jemand gehört zu einer Clique oder oder oder. Dieses Gefühl, was sie wohl hatte, erschien mir allerdings weniger dieses unzugehörige zu sein, sondern, dass sie generell noch nicht wusste, was genau sie wollte. 

Aus abwechselnden Perspektiven erzählend, nämlich aus der von Viola und dem Dschinn, erlebt der Leser das Buch. Das hatte den Effekt, dass man einen Einblick in beider Gefühlsleben erhielt und jeden der Beweggründe mehr oder weniger nachvollziehen konnte. Wie oben bereits erwähnt, hatte ich anfangs den Eindruck, dass die Geschichte zu oberflächlich wird, da ich auf jeder Seite lesen konnte, wie unschön es ist, nirgends dazu zu gehören. Ich glaubte, dass es Viola nicht darum ginge, zu einer Clique zu gehören oder eine Bestimmung zu haben, sondern einfach nur in einer Beziehung zu stecken, so wie jeder in ihrem Alter. Aber aufgrund der persönlichen Einblicke wurde mir schnell klar, dass mein erster Eindruck mich täuschte. 

Viola war verletzt, wünschte sich nicht wirklich einen Freund, sondern steckte irgendwie in einer Art Unsichtbarkeit. Zwar hatte sie Lawrence, auch nach der nicht romantisch geendeten Beziehung als Freund, aber trotzdem gab es eine Kluft zwischen ihnen. Sie war im Grunde genommen wirklich alleine. Nicht Viola war oberflächlich, sondern alles um sie herum. 

Toll und unterhaltend fand ich die Darstellung der Freundschaft zwischen Viola und Dschinn. Denn beide hatten bis dato etwas gemeinsam. Alles und jeder um sie herum war oberflächlich. Viola hatte ihre banalen Freundschaften und Dschinn sein flaches Dasein als Wunscherfüller, ohne wirkliche Bindung zu irgendwem. Die Protagonisten verstanden sich unausgesprochen. Im Laufe der Geschichte bemerkten beide diese Verbundenheit lernten, was der eine an dem anderen hatte. So hatte die Story für mich eine gewisse, wenn auch leichte Tiefgründigkeit, die mir bei manchen Jugendbüchern fehlt. 

Außerdem entwickelte sich nicht nur die Story weiter, sondern auch die Protagonisten und die Beziehung zueinander. Die Kluft zwischen Lawrence und Viola schien sich zu verkleinern und Dschinn stellte ebenso fest, dass er mit Viola einiges zum ersten Mal aus anderen Blickwinkel betrachtete. Sei es, dass beide realisierten, wie haltlos und oberflächlich ihr bisheriges Dasein war oder sie eine echte und tiefgründige Freundschaft erfahren durften. 

Fazit: 
Zwar begann alles etwas langatmig, allerdings hatte es nach einer Weile ein schönes Level erreicht, welches mir ein unterhaltendes Lesevergnügen, sowie eine tolle Geschichte bescherte. Mit den Protagonisten durchfuhr ich einige emotionale Hafen - sei es problematische Freundschaft/Beziehung, Hoffnung, Freude oder Leid -, das, gepaart mit liebenswerten Charakteren und eine fantasievolle Geschichte macht "Drei Wünsche hast du frei" zu einem empfehlenswerten Buch.

♥ Danke an Julia für das Buch ♥

1 Kommentar:

  1. Prima, wenn dir das Buch ein unterhaltendes Lesevergnügen beschert hat, dann hat es seinen Zweck ja wunderbar erfüllt :-)

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