[Rezension] Watersong: Sternenlied von Amanda Hocking

Donnerstag, 28. März 2013

Kurzbeschreibung: 
Für die 16-jährige Gemma kann es nicht besser laufen: Sie ist mit ihrem Schwarm Alex zusammen und ihr geliebtes Schwimmtraining klappt so gut, dass man Gemma gute Chancen bei baldigen Wettkämpfen ausrechnet. Doch alles wird anders, als drei mysteriöse Schönheiten in Capri auftauchen. Gemma findet Penn, Lexi und Thea gruselig, allerdings fühlt sie sich auf eine unbeschreibliche Art mit ihnen verbunden. Als nun auch eine schreckliche Mordserie beginnt, hat Gemma einen schlimmen Verdacht. Ist für Gemma nun alles zu spät...?

Meine Meinung: 
Wie in jeder Lektüre wird man auch hier, bei Sternenlied, zunächst in das Leben des Protagonisten, hier Gemma, eingeführt. Das junge Mädchen ist überaus ehrgeizig und frisch mit ihrem Schwarm Alex zusammen. Das einzige, was sie stört, ist die extreme Überwachung ihrer älteren Schwester, Harper. Zu Beginn ist die Geschichte also erstmal nicht wirklich spannend. Das Buch ließ sich stellenweise dadurch wunderbar durchlesen. Der negative Punkt des "einfachen Durchlesens" war auch, dass ich nicht immens viel Unterhaltung hatte. Die Geschichte war gerade zur Mitte hin eher etwas langwierig. 

Erst als Penn, Lexi und Thea ins Spiel kommen, nahm die Geschichte etwas Schwung an. Denn nun nahm man nicht mehr das Leben und Benehmen von Gemma auseinander, sondern diese Mysteriösität der drei überirdisch schönen Mädchen wurde thematisiert. Zunächst konnte man also als Leser etwas miträtseln: Wer und was sind diese Mädchen? Und was wollen sie von Gemma? Doch das Rätseln hat schnell ein Ende, denn die Autorin verrät dem Leser, was es mit den neuen Bewohnern Capris auf sich hat: Sie sind Sirenen und wollen Gemma für sich als vierte im Bunde beanspruchen. 

Gen Ende nimmt die Spannungskurve nochmal ordentlich zu, zeitgleich jedoch genauso schnell wieder ab. Die epischen Abschlusssituationen, die ich von einigen anderen Autoren kenne, die teilweise seitenstark sind, ohne langatmig zu wirken, blieben hier aus. Amanda Hocking fand schnell ein Ende und ich muss gestehen, dass mich das Ende unzufrieden zurück lässt. Natürlich gibt es einen Cliffhanger, wie kann es anders sein, wenn es mehrere Teile geben soll. 

Das also zum Inhalt. Nun stellt sich die Frage: Wie gefielen mir die Protagonisten? Super! Denn Gemma ist unglaublich authentisch. Mal davon abgesehen, sie war natürlich wunderschön und talentiert. So wie jeder andere gute Protagonist auch. Aber sie hatte auch ihre Ecken und die machten Gemma einfach glaubwürdig. Gemma's Vergangenheit wirft Schatten auf, denn ihre Mutter befindet sich wegen einem schweren Unfall in einem Pflegeheim. Das junge Mädchen ist augenscheinlich selbstbewusst, doch die Fassade beginnt immer wieder schnell zu bröckeln. Gleichzeitig, finde ich, hat Gemma eine tolle Vorbildfunktion - natürlich sinnbildlich gesehen. Sie ist selbstbewusst, achtet auf Vorschriften (zumeist) und ist ehrgeizig. Wenn ich an anderen Protagonisten denke, dann zeichnen sie sich meistens nur durch ihr Aussehen aus und den Part, den sie in einer Geschichte übernehmen: Sei es Vampire, Elfe oder Hexe sein. Es gibt kaum Charaktere, die mir im Gedächtnis bleiben. Das ist bei "Sternenlied" eben nicht der Fall. 

Aber auch die anderen Charaktere sind mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen, auch wenn sie keine allzu große Rolle gespielt haben. Harper beispielsweise findet man anfangs übertrieben, ihre Fürsorge ist fast schon wahnhafte Kontrolle. Wenn man jedoch bedenkt, wieso sich Harper so benimmt, dann hat man das Nachsehen. Des Weiteren verzichtet sie fast auf ihr Glück, nur damit Gemma das Leben führen kann, was sie sich schon immer gewünscht hat. 

Nun könnte man meinen, dass ich die Geschichte nicht gut finde, und mir nur die Buchcharaktere gefallen haben. Auch wenn das vielleicht im ersten Part der Rezension den Anschein hat, so muss ich sagen, dass mir "Watersong: Sternenlied" dennoch gut gefallen hat. An der ein oder anderen Stelle sicherlich ausbaufährig. Beispielsweise, wenn es darum geht, kurze Übergänge von Situationswechseln zu schreiben oder eben dieses unangenehme Ende. Das ist natürlich allerdings alles Ansichtssache. 

Fazit: 
Eine nette Geschichte für zwischendurch mit fast schon vorbildlichen und sehr sympathischen Charakteren. Wer alte Mythen mag, verbunden mit gegenwärtigen Jugendproblemen, dem wird "Sternenlied" sicherlich gefallen. 

Info: 
Am 26.03.2013 erschien der zweite Teil unter dem Namen "Watersong: Wiegenlied" und der dritte und abschließende Band "Watersong: Todeslied" am 28.07.2014

 

1 Kommentar:

  1. Huhu Saskia : )

    jaja deine Rezension, sehr durchwachsen, überrascht mich nicht. Sehr gelungen finde ich : ) Zeigt mir nur wieder, das Frau Hocking keine perfekte Schriftstellerin ist aber eine dessen Bücher man fix und freudig durch lesen kann. Eine kleine Unterhaltung halt : ) Ihre Bücher der "Tochter der Tryll" habe ich gehört und fand sie gut ^^ So möchte ich auch dieses Buch noch von ihr lesen :)

    Ich möchte noch mal wenn ich darf auf mein BlogGeburtstagsGewinnspiel aufmerksam machen:
    http://zwischenweltderbuecher.blogspot.de/2013/03/gewinnspiel-1-jahr-zwischenwelt-der.html

    LG
    Romi

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