Schmitz' Mama: Andere haben Probleme, ich hab' Familie von Ralf Schmitz

Freitag, 30. Mai 2014

Kurzbeschreibung:
Nachdem Ralf Schmitz 2008 bereits seine persönliche Erfahrung als Katzen-Papa mit seinen Lesern teilte, wollte er nun auch das gleiche als Sohn machen. Wer kennt es nicht? Es gibt Tage, an denen kann man nicht mit seiner Mutter, aber die meiste Zeit kann man auch nicht ohne sie sein. Und dann ist da noch die liebe Verwandschaft, die man sich nicht aussuchen kann. Ralf Schmitz erzählt uns von seinen ersten Malen - beispielsweise das erste Mal Zahnarzt ohne Mutter, der erste Urlaub ohne Mama und vieles mehr. Auf seine lustige Art und Weise, Geschichten zu erzählen, lädt uns Schmitz ein, mit ihm seine Erfahrungen zu erleben.

Meine Meinung:
Ralf Schmitz ist ein unglaublich lustiger Mensch und sein Talent, Menschen zum Lachen zu bringen, hat er in Bücher gepackt. Bereits mit "Schmitz' Katze" fühlte ich mich, als säße ich im Publikum und Schmitz würde eine Bühnenshow über sein Leben als Katzenpapa aufführen. Ich habe Tränen gelacht und kann immer wieder allen Leuten sein erstes Werk an Herz legen. Katzeneltern werden sich auf jeder Seite wiederfinden. Gleiches dachte ich auch bei "Schmitz' Mama". 

Zwar habe ich mich selbst in einigen beschriebenen Augenblicken wiedergefunden, aber leider blieb das Tränen lachen dieses Mal aus. Dennoch fühlte ich mich sehr unterhalten. Wie oben bereits erwähnt, hatte ich das Gefühl, als säße ich während dem Lesen im Publikum und dürfte einer Bühnenshow des Autors folgen. Das lag daran, dass er genauso schreibt, wie er sein Publikum bei einem Auftritt unterhält. Während dem Lesen musste ich mir Schmitz' Gesten vorstellen und war nochmal so sehr unterhalten. Des Weiteren finde ich es toll, dass der Komiker sich in keine andere Rolle stecken ließ bzw. in ein Muster des Schreibens verfiel, was das Buch und die lustigen Passagen Zunichte gemacht hätte. Als Vergleich nehme ich hier mal Michael Mittermeier. Als Komiker gehört er zu meinen Lieblingen, doch in seinem Buch "Achtung Baby!" fand ich seine Schreibweise so gezwungen.

Dieses Mal gibt es auch nichts spezielles zum Protagonisten zu erzählen, denn Ralf Schmitz berichtet uns von seinen persönlichen Erfahrungen. Und ich kann immer wieder nur betonen, wie oft ich mich in den beschriebenen Situationen wiederfand. Wer hat es nicht erlebt, wenn die Mutter oder der Vater einem im Bekleidungsladen, ihren Stil auf's Auge drücken wollte? Wenn man den neuen Freund zur großen Familienfeier mitbringt und der Onkel oder die Tante dem neuen Herzblatt die peinlichsten Kindergeschichten erzählt? Man hat mit den Eltern gegessen und ist pappsatt. Aber wer glaubt dir partout nicht, dass du nichts mehr in dich rein kriegst? 

Ich finde, dass man "Schmitz' Mama" ebenso unbedingt gelesen haben sollte. Denn das Buch macht uns nicht nur bewusst, dass das Zusammenleben mit Mama nicht nur peinlich sein kann, sondern auch anders. Sie sind unsere Ärzte, Ersthelfer, beste Freundinnen, Zuhörer, Beschützer, Psychologen und Lebensberater.

Fazit:
"Schmitz' Katze" fand ich ein klein wenig besser, was jedoch nicht am Schreibstil lag. Denn Schmitz schreibt wieder einmal so lebhaft und authentisch. Ich habe bei seinem ersten Werk einfach mehr gelacht, obwohl ich mich hier - wie bereits einige Male erähnt - ebenso wiedergefunden habe. Vielleicht sind Tiergeschichten einfach lustiger. Jedenfalls ist auch dieses Buch sehr empfehlenswert. Es lädt zum Schmunzeln ein und endlich hat man das Gefühl, dass die eigene Familie vielleicht doch nicht die verrückteste ist.

Kommentare:

  1. Ich mag ja Ralf Schmitz, aber ich finde ihn live auch besser.
    Alles Liebe,
    Katja

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    1. Huhu Katja!

      Ich habe ihn auch mal live erleben dürfen und habe nur gelacht! Ich kam kaum zum Luft holen :) Aber ich muss schon loslachen, wenn Schmitz nur eine Grimasse zieht :D

      Ganz liebe Grüße
      Saskia

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