Montagsfrage...

Montag, 15. Juni 2015

Die Montagsfrage von dieser Woche finde ich super interessant, daher steige ich mal wieder bei der Aktion mit ein :)


Sind deine Erfahrungen mit Indie-Autoren/Selfpublishern eher positiv oder eher negativ?

Wenn ihr meinem Blog schon etwas folgt und auch dem Vorgänger auf blog.de, dann wisst ihr, dass ich eher weniger mit Indie-Autoren/Selfpublishern zu tun habe. Ich habe genau eine gute und genau eine eher weniger gute Erfahrung gemacht.

Und zwar habe ich in der Vergangenheit eine Kooperation mit Bettina Münster (Das Leichentuch) gehabt. Eine super sypmathische Indie-Autorin, die wirklich tolle Werke geschrieben hat. Wir haben uns ausgetauscht, schnell das geduzt und auch privat geschrieben. Eine Autorin, die auch meine "Arbeit" als Bloggerin gesehen hat und sie war einfach von der ersten Minute an symapthisch. Als ich ihre Anfrage erhielt, ob ich Lust hätte, "Das Leichentuch" zu lesen, habe ich schon gemerkt, dass sie sich tatsächlich mit meinem Blog auseinander gesetzt hat. Manche Anfragen sind so unpersönlich und wenn man schon bei meinem Vornamen versagt oder man sich nicht mal die Mühe macht, diesen herauszufinden - verspüre ich direkt Ablehnung. Doch bei Bettina war die Erfahrung wirklich schön!

Auf der anderen Seite, hatte ich Kontakt mit einem Autor, der wirklich hartnäckig und nachher sehr unfreundlich war. Ich hieß Sascha, statt Saskia. Man bot mir ein Rezensionsexemplar an, welches ich bitte mit X-Worten bewerten solle, wenn es zu einer Kooperation kam. Bereits in der Leseprobe bemerkte ich einige Rechtschreibfehler, die Ansprache war falsch und somit auch unpersönlich und ich mochte es gar nicht, dass man mir direkt vorschreiben wollte, wie ich die Rezension zu verfassen habe. Denn nebst den Anzahl der Wörter, sollte ich auch hier und dort einen Link setzen. Ich habe - ohne weiteres Kommentar - dankend abgelehnt. Die Antwort war, dass man mir auch entgegenkommen würde. Ich müsste nicht so viel schreiben, auch nur einen Link setzen, aber dennoch innerhalb eines gewissen Zeitfensters über das Buch schreiben sollte. Und auch hier habe ich dankend abgelehnt. Und wieder kam eine weitere eMail, dass ich doch bitte sagen solle, woran es liegt. So neutral wie möglich, habe ich erklärt, woran es liegt (Geschichte sprach mich nicht an, falsche Anrede, Rechtschreibfehler, möchte mir keine Rezensionsvorschriften machen lassen etc.) Und auch hierauf bekam ich eine Antwort - eine gepfefferte. Anscheinend hat sich Jemand angegriffen gefühlt, denn nun wurde nicht mehr argumentiert, sondern beleidigt. Auf die Nachricht bin ich gar nicht mehr eingegangen, aber geärgert hat es mich natürlich schon.

Und da ich bisher wirklich nur drei Anfragen von Indie-Autoren/Selfpublishern hatte, sind das auch meine einzigen Erfahrungsberichte :) Die dritte Anfrage, war während meiner Blogabstinenz und habe abegelehnt, dass ich ja zu der Zeit nichts gelesen hatte.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr gute oder eher weniger gute Erfahrung gemacht?

Ganz liebe Grüße
Saskia

Kommentare:

  1. Hallo Saskia und alle, die hier mitlesen,

    ich weiß, ich bin nicht wirklich angesprochen, denn ich bin keine Bloggerin.
    Dennoch möchte ich mich hier gerne zu Wort melden - als Autorin.

    Was mich nämlich erstaunt ist, dass die frage hier so auf Indie-Autoren / Selfpublisher runtergebrochen wird. Was ist mit den anderen Autoren? Oder sprechen die euch nicht an?
    Dann wäre ich ja direkt eine Exotin, denn ich mache das. Da meine Bücher in Kleinverlagen und drei jetzt nur noch über einen Vertrieb zu kaufen sind, suche ich aktiv nach Rezensenten und die suche ich sehr sehr gern in der Blogger-Szene, denn da hab nun ich wiederum total gute Erfahrungen mit gesammelt.
    Und ich meine eigentlich zu wissen, dass auch andere Nicht-Indie-Autoren Blogger ansprechen. Aber vielleicht ist das echt ein Trugschluss.

    Nun, dann kann ich immer sagen, dass die obige Erfahrung sich natürlich auf alle Autoren herunterbrechen lässt, denn ich kenne dann zumindest die Erfahrungen, die so manche Verlage bzw. Lektoren mit Autoren machen.

    Und nein, ich will hier keine Autorenschelte betreiben, ganz und gar nicht. Es gibt einfach überall solche und solche.
    Und wer schreibt, der legt noch dazu ein Stück seiner Selbst bloß. Der eine mehr, der andere weniger, aber immer gibt man etwas preis und das macht verletzlich. Selbst, wenn man denkt, das ist ja grottig und wie platt, hat doch jemand in diesem Text Gedanken und Sehnsüchte verpackt, die ihn empfindsam machen.
    Und das mag die eine oder andere doch recht heftige Reaktion erklären - nicht entschuldigen natürlich.

    Denn auf der anderen Seite sitzen Blogger, die ihr Engangement nicht mal vergütet bekommen. Dafür sollten wir Autoren - ob Indie oder nicht - also durchaus dankbar sein, denn ich kenne bisher tatsächlich nur solche Blogger, die einen Superjob machen. Also fundierte Rezensionen schreiben, wovon man bei den Lesermeinungen auf Amazon manchmal nur träumen kann.
    Und schätzen wir einfach mal diese Ehrlichkeit, denn sie kommt den Autoren und den Lesern zu Gute und was hat man von einem Blogger, der dem Autor nach dem Mund redet? Letzlich kann der wiederum nur Interessenten für seinen Blog verlieren, wem wäre damit gedient. Denn so was spricht sich auch schnell rum.

    Also, ich denke mal, dass ist eigentlich nicht wirklich ein Indie-/ Selfpublisher-Problem, oder?
    Reagieren die anderen Autoren wirklich anders?

    Also eine freundliche Kommunikation ist einfach immer angebracht, wenn ich möchte, dass andere, was für mich tun, erst Recht, wenn ich erwarte, dass sie es kostenlos tun.
    Das sollte an und für sich selbstverstädnlich sein. Aber das ist es ja leider nirgends und so auch nicht in dieser Szene, weil es natürlich überall schwarze Schafe gibt.
    Oder gibt es in diesem Bereich vielleicht besonders viele?

    Und nun bin ich selbst gespannt auf die Erfahrungsberichte von anderen Bloggern.


    Viele Grüße
    Rosemarie
    www.rosemarie-benke-bursian.de

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    1. Hallo Rosemarie,

      vielen Dank, für dein aufschlussreiches und ehrliches Kommentar. Zum einen ist die Frage nur im Rahmen einer Bloggeraktion entstanden und ich bin mir sicher, dass auch irgendwann mal in ferner Zukunft - sofern es nicht schon in der Vergangenheit geschehen ist - nach Erfahrungsberichten mit anderen Autoren gefragt wird.

      Die oben angesprochene Reaktion, nach meinen "Hinweisen", war jedoch nicht zu entschuldigen. Ich bin damals auf den Autor eingegangen und habe sachlich argumentiert. Doch wenn man anfängt, meine Familie und mich zu beleidigen, völlig fern der Sachlage - das kann ich nicht verstehen und bezieht sich auf die Person und nicht auf die (Indie-)Autoren allgemein. Das war ja nur meine persönliche Erfahrung. Dass Autoren viel von sich preisgeben und/oder ihr Inneres und ihre Wünsche mit offenbaren, hat man mir auch schonmal erzählt. Auch das kann ich verstehen und natürlich die Reaktion, wenn man sein Werk verteidigen möchte. Es geht hier um eine Art Kind und das würde man natürlich auch verteidigen :)

      Aufgrund der Tatsache, dass ich bisher nur die persönliche Erfahrung mit Selfpublishern gemacht habe, kann ich auch nur davon berichten. Es gab zwar mal ein Kommentar einer Autorin, die nicht selbst verlegt, aber das war eher kurz, getreu dem Motto: "Danke, für deine Rezension". Daher kann ich dazu - was die Erfahrung betrifft - nicht viel schreiben.

      Ganz liebe Grüße
      Saskia

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  2. Du warst ja richtig nett - ich glaube, das wäre mir nach einer Rückfrage zu dumm geworden. Aber Höflichkeit siegt eben immer :-) Hast du auch SP-Bücher ohne Rezi-Anfrage gelesen? Wie sieht dein Fazit allgemein bei Indies/SP aus?

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Ich freue mich über jedes Kommentar! :)

 
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