[Rezension] Töchter des Mondes: Schicksalsschwestern von Jessica Spotswood

Sonntag, 12. Juli 2015


Kurzbeschreibung: 
Die drei mächtigen Hexenschwestern Cate, Maura und Tess leben in New England, in einem Kloster, was ihnen und weiteren Hexen als Unterschlupf dient. Unter dem Deckmantel als gläubige und fromme Damen, lernen sie dort ihre Fähigkeiten als Hexe anzuwenden. Doch die Bruderschaft macht Jagd auf Hexen und sie stehen immer wieder kurz davor, dem eigentlichen Grund des Schwesternklosters auf die Schliche zu komen. Doch auch verbündete Hexen schmieden ihre eigenen Plan, um die Herrschaft aller zu erlangen. Inmitten des Chaos scheint sich die Prophezeiung der Cahill - Schwestern zu erfüllen, da ein schlimmes Ereignis sie entzweit hat. Denn es heißt, dass eine Schwester die andere töten wird...

Meine Meinung: 
Endlich kann ich mit der Töchter des Mondes - Trilogie abschließen. Ich sehe das ganze immer mit einem weinendem Auge, aber dennoch bin ich erleichtert, alle Bücher gesammelt im Regal zu haben, ohne ewig auf einen Folgeband warten zu müssen. Ganz gespannt und neugierig, habe ich den letzten Teil gelesen und bleibe mit gemischten Gefühlen zurück.

Es ist sicher nicht einfach, eine Trilogie mit einem Ende abzuschließen, womit alle zufrieden sind. Doch hier hat es Jessica Spotswood geschafft, dass ich sehr gut mit dem Abschluss leben kann. Vielmehr ist es der Beginn und Mittelteil von "Schicksalsschwestern", für den ich mich nicht so begeistern konnte, wie in den vorangegangenen Teilen. Spannungskurven, die sich nicht aufbauen wollten und vorhersehbare Handlungen sind das, was mir am meisten nicht gefällt. Wirklich bis zum Ende des letzten Drittel ist die Geschichte fast schon ein wenig langweilig.

Aus der Sicht von Cate, der Protagonistin, wird die Geschichte erzählt. Im Laufe der ersten beiden Teile, habe ich die älteste der drei Schwestern sehr gut kennen gelernt und habe rausgefunden, wie sie tickt. Ich hätte mir mehr Innovation hier gewünscht. Dass Cate anders handelt, weniger naiv, nicht so sehr liebestoll und teilweise nicht so egoistische Gedankengänge hat. Da der erste Titel der Trilogie "Cate" geheißen hat, dachte ich, dass jeder Band aus der Sicht ein anderen Schwester erzählt wird, was nicht so war. Diese Veränderung zum Beispiel sehr gut gefallen. Oder generell die Charaktere mit der Geschichte "wachsen" lassen. Solche Veränderungen hätten bei einigen Situationen dazu geführt, dass ich oft oft überrascht gewesen wäre. Doch so kann ich einiges vorher sehen, was dem Leseerlebnis schon einen ganz leichten Abbruch tat. Dadurch kam ebenso wenig Spannung auf.

Am Schreibstil an sich ist - meiner Meinung nach - absolut nichts auszusetzen. Jessica Spotswood haucht mit ihren Worten den Charakteren und Ortschaften Leben ein. Alles liest sich herrlich flüssig. Es sind auch keine langen Dialoge, die da stören könnten, sondern der Verlauf bzw. Inhalt an sich.

Auch wenn es eher eine weniger begeisterte Rezension ist, so bin ich mit dem Ende zufrieden. Wie ich bereits erwähnt habe, ist es sicher nicht leicht, einen Abschluss zu finden, den alle gutheißen. In erster Linie muss natürlich der Autor zufrieden sein, da es sein Werk ist. Doch auch ich - als Leserin - bin sehr zufrieden. Doch inhaltlich hätte ich mir mehr für den dritten Teil erhofft. Ich habe auf einen epischen Abschlusskampf gehofft, ein fulminantes Szenaria, welches die Gefühle nochmal richtig aufkochen lässt oder sogar eine Überraschung. Dass meine Vermutungen sich nicht bewahrheiten und es ganz anders kommt. Leider ist das alles aus geblieben.

Fazit: 
Trotz der genannten Aspekte, kann ich dennoch jedem die Trilogie empfehlen. Die Rezension beruht natürlich auf meinem persönlichen Empfinden. Und der letzte Teil war nicht so wie erwartet. Vielleicht bin ich, durch meine Begeisterung für die ersten beiden Bände, mit zu viel Erwartung an die Sache rangegangen. Aber dass mir Cate fast schon ein bisschen unsympathisch wird, hat nichts mit meiner Erwartung zu tun. Zurück zum Thema: Wenn ihr Hexengeschichten mögt, kann ich euch die Bücher wirklich ans Herz legen. Spotswood schreibt wunderbar und inhaltlich gibt es kaum was zu mosern. Also zugreifen und ich bin gespannt, wie ihr die Trilogie findet.

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